SPD schließt sofort Hamburger Medienpool und den Sozialservice Eimsbüttel

Hallo,

Link(s) zu den Thema:
Hamburger Medienpool.
Sozialservice Eimsbüttel.
Sozialgericht Hamburg.

was mußte ich eben von einem meiner Kontakte erfahren!?
Der Senat schließt mit sofortiger Wirkung den Hamburger Medienpool und dessen Projekt in Eimsbüttel den Sozialservice!

Eigentlich war das ja allen Beteiligten immer schon klar gewesen. Die Ein-Euro-Jobs sind und sollen keine „dauerhafte Beschäftigung“ sein. Aber das sofortige schließen eines erfolgreichen Projektes Namens „Hamburger Medienpool“ und deren Sozialservice Eimsbüttel erschließt sich mir dann doch nicht. Sicher hatte gerade ich zu Beginn dort einen stolper Start und mein Artikel war nicht ganz so glücklich (heute würde ich es anders machen, aber im nach hinein ist man immer schlauer). Dennoch war es der beste Ein-Euro-Job von den Zweien zuvor und brachte doch mehr als bei der SBB und Sprungbrett.
Natürlich war mir klar das dieser Tag einmal kommen würde. Wahrscheinlich auch den Verantwortlichen vom Medienpool. Aber das der Senat die Bezirksversammlung überstimmt und einfach die Lichter aus macht, ist ein Skandal. Der Bezirk wollte das Projekt des Medienpools den Sozialservice und den Hamburger Medienpool selbst ja behalten, weil diese im Bezirk sehr gute Arbeit geleistet hatten. Aber der SPD-geführte Senat schob dem einen Riegel vor und sorgte dafür, daß jetzt so ca. 30 bis 40 Leute auf der Straße stehen. Das da aber auch noch andere Projekte und soziale Einrichtungen mit dran hingen wurde komplett ignoriert. Das heißt nämlich, daß weit aus mehr Menschen davon betroffen sind als nur die Stadtteile Altona und Eimsbüttel. Alles das wird man im Sozialenbereich demnächst dort zu spüren bekommen und wird Spuren hinterlassen. Denn die Arbeit vom Sozialservice war doch weitreichender als man es zugeben will.

Muß denn SO gespart werden?
Warum muß denn überhaupt im Sozialenbereich gespart werden? Etwa wg. den Milliarden für Griechenland?
Sieht SO etwa die Sozialpolitik der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aus?
An wen sollen sich jetzt die sozial Schwachen in Eimsbüttel wenden, wenn Sie z. B. einen Handwerker oder PC Support bräuchten?
An wen wenden sich die Vereine, wenn diese gerne Flyer oder Webseiten haben wollen?
Wie wird der finanzielle Verlust der Teilnehmer aufgefangen?
Denn denen fehlt ganz plötzlich eine legale Einnahmequelle (150,- €), welche die jetzt ehemaligen Teilnehmer nicht einfach so kompensieren können.
Was soll es denn in Zukunft für die Hartz 4 Empfänger an Profilierungsmöglichkeiten geben?

Ich kann den „ehemaligen“ Teilnehmern nur raten (sehr früh) in die City-Nord zum Sozialgericht (Kapstadtring 1) zu fahren und Klage einreichen, sofern sie auch etwas schriftliches haben und sich haben geben lassen. Denn ich weiß, daß einige noch längere Zuweisungen hatten. Klagt doch auf Erfüllung dessen und natürlich das Geld.

Über joergius Kurfuerst

Auf diesen Blog übe ich das Schreiben, um einmal so gut zu werden, daß ich auch Bücher schreiben kann. Hier ist hoffentlich der Anfang einer großen Karriere.
Dieser Beitrag wurde unter Arbeit, Arbeitslosigkeit abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu SPD schließt sofort Hamburger Medienpool und den Sozialservice Eimsbüttel

  1. Nick Name sagt:

    Gefeuert wie die Hunde – von einem Tag auf den anderen – und von einem SPD-Senat !

    Dann ist ja wieder Geld locker – für den Turmbau zu Babel zum Beispiel, das Ding an der Elbe, das anscheinend um jeden Preis zuende gebaut werden muss und bereits jetzt rund 400 Millionen Euro gekostet hat.

    Ich kann nur alle herzlich einladen, zur Eröffnung der Oper zu kommen – wenn sie den jemals fertig werden und zusammenhalten sollte (Stichwort: Statik).

    Zeigen wir dem Establishment, der Fettschicht der Hamburger Gesellschaft und nicht zuletzt den Genossen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wo der Hammer hängt.

  2. jockel sagt:

    Hallo,

    korrekt heißt es:
    ….. von einer Stunde auf die nächste………

    Nur so zur Information.

  3. Nick Name sagt:

    Lasse mich gerne belehren – Hauptsache Du kommst zur Eröffnung …

  4. jockel sagt:

    Hallo,

    wenn ich dann noch Leben sollte, erscheine ich gerne 🙂
    Kann sich ja nur noch um Jahrzehnte handeln……….

  5. Wahrheit sagt:

    Pro Zuweisung erhält der Träger circa 450,- Euro im Monat. Verdient haben nicht die Zugewiesenen, sondern die Veranstalter. Und das sehr reichlich unter dem Mäntelchen der Allgemeinnützigkeit. Eine Scheinveranstaltung.

  6. jockel sagt:

    Hallo,

    ja das ist leider so. Aber die Wahrheit tut manchen, wenn sie ausgesprochen wird, weh.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert