{"id":820,"date":"2009-05-10T15:14:10","date_gmt":"2009-05-10T13:14:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=820"},"modified":"2009-06-03T09:16:53","modified_gmt":"2009-06-03T07:16:53","slug":"dc-erinnerungen-memories","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=820","title":{"rendered":"DC &#8211; Erinnerungen &#8211; Memories"},"content":{"rendered":"<p>(Eine Kurzgeschichte von Joergius (mit bitte um R\u00fcckmeldung))<\/p>\n<blockquote><p><strong>Der gute Geist des Waldes<\/strong><br \/>\nLangsam und leise, sehr leise schlich er durch den Snuawald. Dieser Wald war riesig gro\u00df und alt, mit vielen Laubb\u00e4umen die im satten gr\u00fcn da standen. Str\u00e4ucher standen einem Bachlauf entlang, in dem einige Fische zum ablaichen unterwegs waren. Es scheint fast so, als w\u00fcrden die Fische auf dem Wasser tanzen, so kr\u00e4ftig sprangen sie aus dem Wasser, dem Bachlauf hoch. Ein warmer Fr\u00fchlingswind wehte im Wald und die kleinen Wolken zogen langsam am Himmel entlang und verschwanden wieder. Heute musste Claas besonders leise sein, da er ja nicht von den Skelettkriegern entdeckt werden wollte. Als Kundschafter durch die Gegend zu schleichen ist anstrengend, insbesondere wenn man das B\u00f6se vernichten will.<\/p>\n<p>Oder wenn man wie Claas einen Auftrag hat, den Hauptweg zum Dorf Aklim samt Schlo\u00df frei zu halten. Denn das B\u00f6se macht sich auf, die Welt in die Dunkelheit zu f\u00fchren und im entstehenden Chaos die freien V\u00f6lker zu unterwerfen und zu versklaven. Claas griff nach seinem Bogen und nach einem Pfeil, denn er sah die Soldaten des B\u00f6sen kommen und versteckte sich hinter zwei B\u00e4umen, die Ihm sicheren Schutz zum schie\u00dfen gaben. Er spannte den Bogen und feuerte den ersten Pfeil ab. Mit nur einem Treffer sank der Skelettkrieger tot zu Boden. Die anderen 5 Krieger schauten sich um woher dieser Pfeil her kam, konnten aber den Sch\u00fctzen nicht finden. Claas erlegte gleich noch einen dieser b\u00f6sen Wesen. Als er gerade seinen n\u00e4chsten Schu\u00df vorbereitete, merkte er dass sich von hinten etwas n\u00e4herte. Es war der Anf\u00fchrer der Skelettkrieger, Glig. Der Pfeil f\u00fcr den Soldaten ging jetzt f\u00fcr den Anf\u00fchrer drauf, welcher von diesem aber nur verwundet wurde.<\/p>\n<p>Jetzt kamen auch die \u00fcbrig gebliebenen Krieger auf Claas zu, um ihn zu t\u00f6ten. Einen Pfeil in Richtung eines Soldaten konnte er noch abgeben, dann musste er sein Schwert ziehen und in den Nahkampf wechseln. Der Schu\u00df traf zwar das b\u00f6se Wesen, aber t\u00f6tete diesen nicht sofort. Mit seinem Schwert konnte er diesen aber gleich den gar aus machen. Glig, der in der zwischen Zeit den Pfeil von Claas aus seiner Schulter gezogen hatte, ging nun auch auf Claas zu. Es kam zu einem schweren Kampf zwischen den vieren, welches die Skelettkrieger einer nach dem anderen aber verloren, so lange bis nur deren Anf\u00fchrer Glig \u00fcbrig blieb. Dieser k\u00e4mpfte mit einem Zweihandschwert, welches zunehmend zu einem Hindernis wurde, denn Claas konnte ein paar Treffer landen. Er musste allerdings auch schon einiges einstecken, gab aber nicht auf. Mit einem gekonnten Schlag konnte er Glig entwaffnen, aber dieser zog schnell ein anderes Schwert. Beide waren jetzt gezeichnet, von diesen Kampf und beide konnten, wollten, durften nicht aufgeben. Aber dann zog sich Glig pl\u00f6tzlich zur\u00fcck und sagte: \u201eIhr werdet noch in der H\u00f6lle schmoren und ich werde Eure Seele pers\u00f6nlich qu\u00e4len. Wartet nur die Zeit ab, Kundschafter\u2026\u201c Glig \u00f6ffnete mit einem Zauberspruch ein Portal, ging durch und direkt hinter ihm schloss es sich. Claas hatte es geschafft, der Weg war jetzt sicherer und frei.<\/p>\n<p>Schwer verwundet wollte sich Claas zu einer alten Eiche schleppen, die mitten im Wald in einer Lichtung stand. Doch da er kaum vor lauter Schmerzen aufrecht stehen konnte, viel er immer wieder auf den Boden und musste sich mit seinem Schwert nach oben ziehen. Claas wollte unbedingt die Eiche erreichen, denn diese w\u00fcrde ihm Schutz geben, falls es sich Glig doch anders \u00fcberlegen und zur\u00fcckkehren w\u00fcrde.. Nach ein paar hinkenden Schritten st\u00fctzte er doch wieder auf den Waldboden, die Treffer aus den K\u00e4mpfen waren schwerwiegender als er sich das zun\u00e4chst vorstellte. So zog er sich mit seiner letzten Kraft zu der alten Eiche hin und verschanzte sich an ihr. Neben der Eiche lag noch ein gr\u00f6\u00dfer Steinhaufen. Mit dem R\u00fccken an der Eiche lehnend, zog er sich mit seiner linken Hand an der Wurzel des Baumes, welche ein wenig aus dem Boden ragte, etwas hoch. Er nahm eine Person mit verschwommenen Blick war, die auf ihn zu ging und mit ihm sprach. Aber er konnte es nicht verstehen was diese Person ihm sagte, denn die Schmerzen waren zu gro\u00df um das noch zu verstehen, des Weiteren war die Person auch noch zu weit entfernt. Er k\u00e4mpft sehr stark gegen die Bewusstlosigkeit an, um nicht der Person hilflos ausgeliefert zu sein. Da die Person immer n\u00e4her kam, konnte Claas mehr und mehr von ihr erkennen. Er erkannte, da\u00df es sich um eine Art Hexe oder Zauberin handeln m\u00fcsse, denn die Person f\u00fchrte einen l\u00e4ngeren Stab bei sich, die nur von eben diesen getragen wird. Verschwommen konnte er die Kleidung erahnen, es schien eine Art Robe zu sein. Langsam nahm er auch Bruchst\u00fccke ihrer Worte war, noch immer aber keine vollst\u00e4ndigen S\u00e4tze. Sie hatte er sehr sanfte, weiche Stimme. \u201eClaas\u2026 Claas, mach nicht die Augen zu, sonst\u2026 Du musst unbedingt\u2026\u201c, h\u00f6rte er die Stimme immer wieder sagen.<\/p>\n<p>\u201eWer\u2026 wer seid\u2026 Ihr?\u201c fragte Claas mit schmerzerf\u00fcllter und zittriger Stimme. Claas erkannte noch, da\u00df es sich bei der Person um eine Frau handelte, bevor er endg\u00fcltig die Augen schlo\u00df und bewusstlos war. \u201eSchnell, Friin, helft mir ihn in meine Behausung zu bringen\u201c, fragte die Frau den Steinhaufen, welcher neben den Baum lag. \u201eSelbstverst\u00e4ndlich, helfe ich euch\u201c, sagte der Steinhaufen, welcher sich sobald als Drache enttarnte und sich auf seine Beine erhob. Sie packten Claas auf den R\u00fccken des Drachen und als die Frau ebenso auf sa\u00df, rannte dieser auch schon los. Zwar sind Drachen auf den Boden nicht die schnellsten, dennoch waren Sie z\u00fcgig unterwegs. Es ging quer durch den Wald, \u00fcber Bachl\u00e4ufe hinweg, direkt zur H\u00fctte der Frau. Sie erreichten das Haus der Frau sehr fix, so da\u00df Sie mit der Heilung von Claas beginnen konnte.<\/p>\n<p>\u201eWo\u2026 wo bin ich,\u201c fragte Claas mit m\u00fcder, schmerzvoller Stimme. \u201eSchsch, ruhig, Ihr m\u00fcsst wieder zu Kr\u00e4ften kommen. Ihr seid in meiner H\u00fctte. Hier trinkt das, dann wird es euch bald wieder besser gehen. Eure Verletzungen w\u00e4ren st\u00e4rker als ich annahm,\u201c sagte die Frauen stimme und gab Claas einen Becher mit Gebr\u00e4u. Claas trank es auf Ex und kurze Zeit sp\u00e4ter vielen Ihm die Augen zu.<br \/>\nWie Claas wieder zu sich kam, wusste er von nichts mehr, nur seinen Namen kannte er noch. Es dauerte einige Augenblick bis er auch geistig wieder zu sich kam. Er schaute sich um wo er im Moment war, denn er kannte diesen Ort nicht. Hier war selbst er als Kundschafter noch nie gewesen, es kam ihn alles so fremd, aber doch vertraut vor, als h\u00e4tte er gerade ein Deja vu. Er f\u00fchlte sich unwohl bei diesem Gef\u00fchl, dennoch f\u00fchlte er sich an diesem Ort geborgen. So als w\u00e4re er schon einmal hier gewesen, aber er war es ja nie\u2026<\/p>\n<p>Die Frau betrat ihre H\u00fctte und sagte: \u201eAh, wie ich sehe, seid Ihr aufgewacht und kommt langsam zu Kr\u00e4ften.\u201c \u201eWenn ich doch nur w\u00fcsste wo ich bin\u201c, fragte Claas die Frau. \u201eWer seid Ihr eigentlich? Und was ich hier \u00fcberhaupt? Was habt Ihr mit mir gemacht? Wie lange habe ich geschlafen?\u201c bohrte Claas nach. \u201eNun, Ihr seid in meiner H\u00fctte, denn ich fand euch unter der alten Eiche, von dem was von Euch \u00fcbrig war. Ich habe Euch zusammen geflickt, seht doch selbst. Ihr habt ganze 4 Tage geruht. Konntet Ihr den Anf\u00fchrer Glig besiegen?\u201c Claas schaute auf seinen K\u00f6rper und sah nicht mehr eine Wunde oder eine Narbe. \u201e4 Tage. Ich h\u00e4tte schon l\u00e4ngst beim F\u00fcrsten sein sollen. Das ist Hexerei!\u201c sprach Claas. \u201eIhr seid die Waldhexe, von der ich geh\u00f6rt habe. Nein, ich konnte ihn nicht besiegen, denn er \u00f6ffnete ein Portal und verschwand durch dieses.\u201c \u201eTypisch Glig. Erstens, bin ich keine Hexe, sondern eine Zauberin\u201c, antwortete die Frau. \u201eUnd meine Name ist Anka. Seht mich einfach als euren guten Geist des Waldes an.\u201c Zum ersten Mal \u00fcberhaupt musterte Claas die Frau die mit ihm in der H\u00fctte stand. \u201eF\u00fcr eine Hex&#8230; \u00e4hh ich meine nat\u00fcrlich Zauberin seht ihr aber verdammt gut aus. Ihr lebt ziemlich bescheiden, f\u00fcr eure F\u00e4higkeiten,\u201c sprach Claas. Anka wurde das dann doch zu viel des guten. \u201eAch ja, meint ihr,\u201c sprach sie in einem patzigen, leicht genervten Ton, wobei ihr das Kompliment die R\u00f6te ins Gesicht trieb.<\/p>\n<p>Sie packte hastig ein paar Kleinigkeiten in einen Korb und wollte die H\u00fctte verlassen, da stand dann Claas direkt vor ihr, drau\u00dfen an der T\u00fcr. \u201eWo wollt Ihr denn so schnell auf einmal hin?\u201c fragte er. \u201eBehagt euch meine Gesellschaft auf einmal nicht mehr?\u201c bohrte er nach. \u201eIch \u00e4hh\u2026 ich muss noch\u2026 Kr\u00e4uter sammeln, damit es euch besser geht. Seht ihr, hier da habt ihr noch eine kleine Wunde,\u201c sprach Anka und zauberte ihm kurz ein Wunde an die Rippen. \u201eAu, b\u00f6ses Biest,\u201c murmelte Claas. \u201eWie war das?\u201c fragte Anka nach. \u201eNichts. Ich sagte nichts. Wie komme ich denn von hier wieder fort?\u201c fragte Claas. \u201eIch habe euer Pferd Giro her geholt,\u201c antwortete Anka. \u201eBitte versteht mich, ich mu\u00df zum F\u00fcrsten. Dort machen bestimmt schon die \u00fcbelsten Geschichten \u00fcber mein verbleib die Runde. Darf ich euch den wiedersehen, Zauberin Anka?\u201c fragte Claas als er sein Pferd bestieg. \u201eSobald es die Zeit vermag, werden sich unsere Wege wieder vereinen,\u201c antwortete Anka nicht gerade Verhei\u00dfungsvoll. Sie nahm ihren gro\u00dfen Zauberstab und sprach: \u201eWald, zeige ihm den schnellsten Weg, zu seiner Heimat.\u201c Und schon bewegten sich die B\u00e4ume, Str\u00e4ucher und \u00c4ste und machten Claas einen Weg frei. Er sprach: \u201eIch werde wiederkehren. Daran halte ich mich.\u201c Und ritt den frei gemachten Weg entlang. Er ritt so schnell sein Pferd konnte durch den Wald. Manchmal musste er schon den Kopf einziehen, da manche \u00c4ste tief hingen, wenn er nicht vom Pferd st\u00fcrzten wollte.\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Eine Kurzgeschichte von Joergius (mit bitte um R\u00fcckmeldung)) Der gute Geist des Waldes Langsam und leise, sehr leise schlich er durch den Snuawald. Dieser Wald war riesig gro\u00df und alt, mit vielen Laubb\u00e4umen die im satten gr\u00fcn da standen. 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