{"id":2425,"date":"2012-07-16T17:37:00","date_gmt":"2012-07-16T16:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=2425"},"modified":"2012-07-16T17:37:00","modified_gmt":"2012-07-16T16:37:00","slug":"helfen-aber-aus-der-holle-heraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=2425","title":{"rendered":"Helfen&#8230;&#8230; aber aus der H\u00f6lle heraus&#8230;.."},"content":{"rendered":"<p>Hallo,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte mich hier einem Kritikpunkt stellen; ich w\u00fcrde keine Hilfe annehmen.<br \/>\nUm Ihnen das zu erkl\u00e4ren mu\u00df ich sehr weit ausholen und zur\u00fcck gehen. Denn es begann bereits im Jahr 2000&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p><strong>Das Jahr 2000:<\/strong><\/p>\n<p>Es war der 20.06.2000 (laut Zeugnis) an dem ich das erstmal arbeitslos wurde, weil mich mein Ausbildungsbetrieb nicht \u00fcbernehmen konnte (zuvor wurden die 3 Azubinnen \u00fcbernommen). Damals war ich jung, naiv und dachte das Amt w\u00e4re dazu da Menschen zu helfen. Ich meldete mich also arbeitslos und fragte auch gleich nach, wie es denn um Weiterbildung st\u00fcnde, denn ich hatte schon die ersten Anzeigen gelesen, in welchen damals SAP R\/3 verlangt wurde. Aber mit SAP hatte mein Betrieb nie gearbeitet und ich hatte es auch nicht in der Berufsschule, dort nur KHK (heute SAGE). Wie dem auch sei, ich war der Meinung die w\u00fcrden mir auch helfen, wie ich eine Bewerbung zuschreiben h\u00e4tte (mir ein Bewerbungstraining geben). Aber es kam alles anders&#8230;&#8230; Die &#8222;Dame&#8220; vom Amt wies mich schroff mit den Worten: <em>&#8222;Sie sind jung, bewerben Sie sich einfach, da\u00df wird schon&#8220;,<\/em> ab. Mir viel die Kinnlade in den Keller. Auch auf meine Frage wie ich das denn ohne die Kenntnisse machen sollte und wie ich eine Bewerbung zu schreiben h\u00e4tte, kam fast die gleiche Antwort. &#8222;Als junger Mensche finden Sie sehr schnell eine Stelle.&#8220;, war Frau B. (meine &#8222;Vermittlerin&#8220;) Antwort. Kaum drau\u00dfen aus dem Amt, machte ich mir Gedanken wie ich denn eine Bewerbung schreiben k\u00f6nnte und wo ich Informationen her bekommen k\u00f6nnte.<br \/>\nDamals war das Internet noch nicht so schnell und verbreitet wie es heute ist, man mu\u00dfte sich noch ins Internet &#8222;einw\u00e4hlen&#8220; und kostete ein Heiden Geld. Somit stand das Internet als Informationsquelle nur bedingt zur Verf\u00fcgung. Ich fand heraus das die ZDF-Sendung WISO eine CD herausgebracht hatte, in der es um das Thema Bewerbung ging. Also kaufte ich mir diese und bastelte (und das ist nicht nur ein Spruch) mir eine Bewerbungsmappe irgendwie zusammen. Die war wirklich nicht doll und da waren (aus heutiger Sicht) viele Fehler drin, aber ich hatte eine zusammen bekommen und bewarb mich damit. Aber nicht in Richtung Kaufmann. Da sah ich zuviele Probleme. Sondern ich machte eine &#8222;Inventur&#8220;, was kann ich, was will ich, wo will ich hin. Damals dachte ich mir das mein Hobby, die Webentwicklung, der richtige Weg sei. Also suchte ich in der Richtung nach Stellenausschreibungen, weil ich dort bessere M\u00f6glichkeiten sah und ich hatte recht. Denn ich bekam gleich ein paar Vorstellungsgespr\u00e4che, das 3. oder 4. Gespr\u00e4ch war dann das erfolgreichste, denn ich konnte mich dort durch setzen. Bei einem Unternehmen der Bertelsmanngruppe.<\/p>\n<p><strong>Die Jahre von 2002 bis 2012<\/strong><\/p>\n<p>Da sich Bertelsmann aus dem Bereich Internet zur\u00fcck zog und auch die Amerikaner zu den wir verkauft wurden auch kein Geld mehr f\u00fcr uns hatten, ging die Firma in die Insolvenz. <strong>Ich verlor meine erste feste Anstellung, da\u00df tat richtig weh.<\/strong> Ich f\u00fchlte mich als ob ich ein ein nicht endendes Loch fallen w\u00fcrde. Niemand war da mit dem ich h\u00e4tte reden k\u00f6nnen, meine Eltern hatten ja davon keine Ahnung und meine Freunde ja auch nicht. Das ging ganz krass an die Nieren, ich war h\u00e4ufig am heulen. Die erste Anstellung im Leben gleich so zu verlieren war echt Schei\u00dfe&#8230;&#8230;. So ein Insolvenzverfahren im Alter von 25 Jahren schon mit zu machen, w\u00fcnsche ich niemanden. So sollte nie die erste Anstellung im Leben enden. Der Stelle traue ich heute noch nach. Somit war ich mit dem Thema und dem Verlust alleine auf weiter Flur. Ich ging also zur\u00fcck zum Amt und meldete mich wieder arbeitslos. Auch zu dem damaligen Zeitpunkt wollte man mir nicht helfen, aber das schrieb ich ja fr\u00fcher schon einmal (siehe <a title=\"Externer Link, neues Fenster\/Tab; Wegweiser zu den Artikeln\" href=\"http:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?cat=106&#038;paged=7\" target=\"_blank\"> Kategorie Arbeitslosigkeit <\/a>, m\u00f6chte mich jetzt nur ungern wiederholen). Alles was ich zu h\u00f6ren bekam waren Ausreden, aber hilfe bekam ich keine. Weder von ehemaligen Kollegen, noch von Freunden, erst recht keine Hilfe vom Amt. In der Zeit setzte ich mich hin und versuchte einiges selber, autodidaktisch bei zu bringen. Sehr weit kam ich leider nicht, denn der Austausch mit gleichgesinnten war schwierig. Allerdings bekam ich im Jahr 2002 Hilfe bei der Bewerbungsmappe. Das hatte mir sehr viel geholfen und ich konnte sehr viel damit etwas anfangen (u. a. Farbtypberatung, Anschreiben, die komplette Bewerbungsmappe usw.) Aber auf weitere Hilfe hatte ich vergebens gehofft. Ich habe immer um Hilfe gebeten, habe immer nachgefragt, nur Ausreden wurden mir Seitens des Amtes mitgegeben, mehr nicht. <\/p>\n<p>Hier auf meinem Blog, bekam ich auch selten wirklich hilfreiche Tips. Nur von Lesern, die keine Ahnung von Arbeitslosigkeit hatten und das war selten hilfreich. Dazu kamen immer wieder, da\u00df diese Leser mir keine Antworten auf sehr sehr wichtige Fragen lieferten. Wie z. B.:<br \/>\nWie soll man sich ohne Eigenkapital bitte selbstst\u00e4ndig machen?<br \/>\nWieso sollte ich mich mit so wenig Berufserfahrung und Kenntnissen selbstst\u00e4ndig machen?<br \/>\nWoher sollte das Geld f\u00fcr eine Selbstst\u00e4ndigkeit kommen?<br \/>\nIch habe seit 10 Jahren wirklich nichts mehr in der Tasche. Es w\u00e4re schon von der Logik her wichtiger eine Festanstellung zu bekommen anstatt eine Selbstst\u00e4ndigkeit anzustreben. Ja, es gibt eine Unterst\u00fctzung, aber die ist wirklich sehr begrenzt nur zur Verf\u00fcgung und danach mu\u00df man sehen wie man zurecht kommt. Viele Hartz-4-Empf\u00e4nger haben es nicht in die Selbstst\u00e4ndigkeit geschafft, sondern haben im Anschluss des Scheiterns noch horrende Schulden angeh\u00e4uft. Davor habe ich m\u00e4chtig viel Angst.<br \/>\nWo kommt das Geld f\u00fcr eventuelle Ger\u00e4te (z. B. Kamera) zu einer Selbstst\u00e4ndigkeit?<br \/>\nWoher soll das Geld f\u00fcr soooo viele B\u00fccher (zum selber beibringen) bitte kommen?<br \/>\nMit einem einzigen Buch kann man viele Themen nicht lernen.<br \/>\nHartz 4 Empf\u00e4nger haben nicht das Geld um sich B\u00fccher zu kaufen.<br \/>\nWenn man sonst keine\/kaum Unterst\u00fctzung (Hilfe) in der Weiterbildung vom Amt bekommt, wie soll man dann einen anderen Beruf erreichen?<br \/>\nWenn das Amt einen immer nur in einem Beruf stecken will, wie kommt man dann in einen ganz anderen Beruf hinein?<br \/>\nWenn ich den ersten Beruf tats\u00e4chlich aufgeben sollte ((Web-Entwickler) welcher auch ein Quereinstieg war), wie w\u00fcrde mich ein anderer Quereinstieg dann ern\u00e4hren?<br \/>\nDas w\u00e4re doch wieder etwas womit man mich alleine lassen w\u00fcrde, zumindest das Gef\u00fchl h\u00e4tte ich.<br \/>\nAber auf diese Fragen habe ich ja nie Antworten erhalten, sondern wurde mit den Fragen\/Problemen alleine gelassen.<br \/>\nWie soll man da denn Hilfe annehmen, wenn man auf solch wichtigen Fragen keine Antworten bekommt?<br \/>\nWie soll man Hilfe annehmen, wenn die anderen sich meiner Problematik nicht annehmen wollen?<br \/>\nWarum soll\/mu\u00df ich immer um Hilfe bitten\/betteln (siehe <a title=\"Externer Link, neues Fenster\/Tab; Wegweiser zu den Artikeln\" href=\"http:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?cat=106&#038;paged=7\" target=\"_blank\"> Kategorie Arbeitslosigkeit <\/a>) wenn ich so schon keine Hilfe bekam? Das tue ich doch schon seit mehr als 10 Jahren&#8230;&#8230;.. und selbst da, hatte man mich immer alleine gelassen.<br \/>\nDie wichtigste Frage wie immer zum Schlu\u00df&#8230;..<br \/>\nWie komme ich (ohne Geld in der Tasche) aus der H\u00f6lle raus (bitte keine Klugschei\u00dferanstworten)?<br \/>\nJa, ich habe das SAP Foundation Level Zertifikat. Aber das reicht heute nicht mehr aus, um eine Stelle zu bekommen. H\u00f6chsten um einer Anschlussweiterbildung, welche mehr in die Tiefe des Themas Buchhaltung z. B. geht, zu bekommen. Aber keine Festanstellung. Und ob ich die dann bekomme ist nach dem Spruch des Teamleiters (&#8222;Schon dieser Kurs ist Luxus&#8220;) mehr als fraglich. Und wie erreicht man jetzt etwas, wenn der Anschluss schon im Vorfelde verboten wurde? Wie, bitte?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, ich m\u00f6chte mich hier einem Kritikpunkt stellen; ich w\u00fcrde keine Hilfe annehmen. Um Ihnen das zu erkl\u00e4ren mu\u00df ich sehr weit ausholen und zur\u00fcck gehen. Denn es begann bereits im Jahr 2000&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. 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