{"id":101,"date":"2008-08-19T21:12:27","date_gmt":"2008-08-19T19:12:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=101"},"modified":"2010-10-06T09:54:06","modified_gmt":"2010-10-06T08:54:06","slug":"arbeitslos-jahr-2008-jahreswunder-und-zu-sich-selber-finden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergedorfer-schloss.de\/?p=101","title":{"rendered":"Arbeitslos &#8211; Jahr 2008 &#8211; Jahresbestleistung und zu sich selber finden &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Hallo,<br \/>\ndas Jahr fing schon mal gar nicht so schlecht an. Ich hatte gleich Mitte Januar, seit lange Zeit, mal wieder ein Vorstellungsgespr\u00e4ch und konnte das fast gar nicht glauben. Aber es war so. Dort bekam ich auch einige Tipps f\u00fcr meinen Lebenslauf, die ich auch dann wieder zu hause umsetzte. Und irgendwie mu\u00df das der springende Punkt gewesen sein. Denn wie durch ein Wunder hatte ich ganz pl\u00f6tzlich immer und immer wieder Vorstellungsgespr\u00e4che. Wie aus dem nichts, dabei habe ich nur minimale Ver\u00e4nderungen an meinem Lebenslauf vorgenommen. Es gibt doch noch Wunder auf Erden &#8230;.<br \/>\nIch habe im ersten halben Jahr so viele Vorstellungsgespr\u00e4che gehabt, wie in all den Jahren zuvor nicht zusammen. Das war vielleicht was, mein lieber Scholli, \u00fcber 12 Gespr\u00e4che im ersten halben Jahr. F\u00fcr den einen klingt das nach nicht so viele Gespr\u00e4che, aber wenn man jahrelang nur selten mal ein Gespr\u00e4chstermin hatte, dann ist das schon eine Menge. Und nat\u00fcrlich habe ich mich von meiner besten Seite versucht zu pr\u00e4sentieren, aber leider haben die Entscheider sich dann meistens f\u00fcr einen anderen Bewerber entschieden. Tja, mehr als meine St\u00e4rken beim Gespr\u00e4ch auszuspielen kann ich leider nicht machen. Wenn andere noch st\u00e4rker sind, mu\u00df man das dann auch akzeptieren.<\/p>\n<p>Meine neue Vermittlerin Frau Stellter (oder so \u00e4hnlich) kam dann auf die glorreiche Idee (Sie behauptete, es m\u00fcsse etwas getan werden, sonst w\u00fcrde ihr Chef sauer &#8230;.) mir wieder einen Ein-Euro-Job geben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote><p>Was soll der Bl\u00f6dsinn!<br \/>\nDas war aber deren totaler ernst, mir wieder einmal nur einen Ein-Euro-Job anzubieten. Damit war ich wieder bedient! Nicht schon wieder zur\u00fcck zu Sprungbrett. Das war ein Albtraum!<\/p><\/blockquote>\n<p>Da mu\u00dfte jetzt dann auch wieder durch, es f\u00fchrte kein Weg daran vorbei. Ich fuhr also zu Berliner Tor, zum zust\u00e4ndigen Amt um mich f\u00fcr einen Ein-Euro-Job zu melden. <em>Wieder gehen mal eben so \u00fcber 1 Stunde warten ins Land, nur f\u00fcr so ein Bl\u00f6dsinn!<\/em> Aber man macht ja alles mit, manchmal auch nur, um sp\u00e4ter in einem Blog dar\u00fcber zuschreiben \ud83d\ude1b<br \/>\nAls ich dann endlich dran kam, sprach ich mit einer sehr netten, h\u00f6flichen Dame. Ich erz\u00e4hlte ihr, was ich schon alles gemacht habe (auch von meinem vorigen Ein-Euro-Job in Bergedorf bei Sprungbrett) und Sie sagte das ich dann dort auch wieder zur\u00fcck k\u00f6nnte. Ich nahm das dankend an, da ich keine Lust hatte f\u00fcr so einen schwachsinnigen Job auch noch Bahn fahren zu m\u00fcssen. Also bekam ich einen Termin zur Informationsveranstaltung bei Sprungbrett. Meine Begeisterung tendierte zum Nullpunkt, aber dar\u00fcber schrieb ich ja schon genug.<br \/>\nEinige Tage sp\u00e4ter ging ich also zu dieser Informationsveranstaltung von Sprungbrett und mu\u00dfte mir wieder einmal anh\u00f6ren, was dass nicht alles f\u00fcr eine sch\u00f6ne, heile Welt die Ein-Euro-Jobs doch sind. <em>Boah, dass ging vielleicht auf die Nerven, dass alles noch einmal zu h\u00f6ren. Aber da MU\u00df ich ja nun mal durch. Wunsch des Amtes!<\/em> Nach den ganzen Informationen wurden die Teilnehmer auf die jeweiligen Projekte verteilt und ich ging (mal wieder) zu Hr. M\u00fcller-Pohl Bei diesem Gespr\u00e4ch w\u00e4re mir doch glatt die Hutschnur geplatzt, wenn ich nicht so starke Selbstbeherrschung gehabt h\u00e4tte und nicht so ein ruhiger Mensch gewesen w\u00e4re, dann h\u00e4tte ich ihm die Meinung gegeigt. Er sagte folgendes:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich h\u00e4tte ihm damals zu wenig <strong>Biss<\/strong> gehabt, <\/li>\n<li>er h\u00e4tte schon statt nur 4 Programmierer schon 8 besch\u00e4ftigt<\/li>\n<li>Ich w\u00e4re ihm nicht qualifiziert genug!<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p>An Hr. M\u00fcller-Pohl:<br \/>\nWer hat denn damals, seine Arbeit nicht gemacht? Wer hat denn keine Vermittlung vorgenommen?<br \/>\nWer hat denn keine Aufgaben verteilt? Wer hat denn die H\u00e4nde in den Schoss gelegt und nichts getan?<br \/>\nZum Gl\u00fcck kann ich mich ja beherrschen. Ich schluckte nur 3 mal, als ich das h\u00f6rte. Den Rest dachte ich mir, denn ich kannte ja den Hr. M.-P. von fr\u00fcher.<\/p><\/blockquote>\n<p>Somit mu\u00dfte ich mit dieser Absage zur\u00fcck zum B\u00fcro v. Sprungbrett, da die aber f\u00fcr mich nichts wieter hatten schickten die mich nach Hause. Die gaben mir dann einen neuen Termin beim Team Arbeit Hamburg (die sind jetzt f\u00fcr die Verteilung dieser Jobs zust\u00e4ndig) per Telefon durch.<\/p>\n<p>In der zwischen Zeit hatte ich mit kreativem schreiben angefangen, da irgendwas aus mir raus wollte. Das war schon noch bevor mich das Amt zu den Ein-Euro-Job verdonnerte. Es war irgendwie wie eine Art Befreiung, ein los lassen, ein Freir\u00e4umen von Lasten. Das Schreiben entspannt mich immer mehr, also schrieb ich auch immer mehr. Zwar noch nicht so Seitenstark das man damit ein Buch h\u00e4tte f\u00fcllen k\u00f6nnen, aber darum gings mir auch zuerst gar nicht. <strong>Ich entdeckte meine eigenen St\u00e4rken wieder, eine die ich nur einmal bisher genutzt hatte, n\u00e4mlich damals als ich die 4. Grundschulklasse wiederholte und eine Geschichte schrieb. So \u00e4hnlich wie damals f\u00fchlte ich mich, als ich das Schreiben angefangen hatte. Frei!!!<br \/>\nIch fand zu mir selber zur\u00fcck (und kam auch an) \ud83d\ude42 .<\/strong><\/p>\n<p>Doch ersten kommt es anders und zweitens als man denkt. Sie wissen ja, dass ich mich zwischen durch immer weiter bewerbe, dass schrieb ich ja schon. Diese war auch meine Rettung, denn ich wollte den Termin bei der Team Arbeit Hamburg absagen, da entgegnete mir die freundliche Dame am anderen Ende, dass ich einen ganz anderen Termin gehabt h\u00e4tte!<br \/>\n<em>Da hat doch tats\u00e4chlich Sprungbrett bei der Terminvermittlung zwischen mir und den Amt einen (beinahe) schwerwiegenden Fehler gemacht.<\/em><br \/>\nUnd ich h\u00e4tte, da ich diesen Termin nicht wahr genommen h\u00e4tte, jetzt mit einem Besuch zu hause zu rechen. Ich sagte das ich aber den Termin so von Sprungbrett \u00fcbermittelt bekam und ich mir diesen auch notiert hatte und den Termin vom Amt gar nicht kennen w\u00fcrde. Nichts desto trotz sagte ich ihr warum ich den Termin absagen wollte: Ich h\u00e4tte ein Praktikum gefunden und br\u00e4uchte den Termin nicht mehr. Sie sagte das diese Wunderbar w\u00e4re, denn dann k\u00f6nnte Sie den Besuchstermin streichen.<br \/>\n<em>Puuuuh, durchatmen. Man habe ich ein Gl\u00fcck gehabt oder vielmehr ein Praktikumsplatz. Das hatte mich gerettet.<\/em> (Der Besuch kam dann auch nicht &#8230;. Schwein &#8230; \u00e4hh, ich mein nat\u00fcrlich Praktikumsplatz gehabt \ud83d\ude42 )<\/p>\n<p>Die Firma hatte ihrem Sitz in der n\u00e4he zur Reeperbahn, was mir gefiel, denn ich brauchte nur eine S-Bahn zu nutzen (n\u00e4mlich die S2 Richtung Altona). Das machte die Sache einfache, denn so hielt sich die Fahrzeit doch sehr in Grenzen. Richtig lustig fand ich es, die Mittagspausen am Hafen oder auf dem Kiez zu verbringen. Sowas kriegt man nicht wieder so schnell. Apropos Mittagspausen: Wenn man Zeit hat kommt man auf die verr\u00fccktesten Ideen! Denn ich habe einfach mal mich auf den Kiez in die Boutique Bizarre gewagt um zu schauen, was die so anbieten (ist ja kein kleiner Laden). Was das nicht alles so zu den Thema zu kaufen gibt &#8230;<br \/>\nIch schaute auch mal im Untergeschoss, was es dort die dort so alles anzubieten hatten. Dort befanden sich die ganzen Fetischbekleidungen. Irgendwie echt der Hammer wieviele Kleidungsartikel es hier gegeben hat. Ein paar Wochen zogen ins Land und ich kam zuf\u00e4llig, in meiner Mittagspause, mal wieder an dem Gesch\u00e4ft vorbei. Spontan wie ich halt bin, ging ich einfach mal rein und auch gleich in das Untergeschoss. Ich fragte das freundliche Personal ob ich mal 2 der Latexm\u00e4ntel anprobieren k\u00f6nnte und ich bekam die M\u00f6glichkeit der Anprobe. Bei dem gr\u00f6\u00dferen, schwereren Mantel fiel mir gleich auch eine Geschichte zu ein (ach ja, der passte wunderbar &#8230; \ud83d\ude42 ). Die Krux ist nur so wenig Zeit zu haben zum schreiben um die Geschichte wieder zu geben. Schade \ud83d\ude41  \ud83d\ude41  \ud83d\ude41 &#8230;<br \/>\nDer andere Mantel passte mir auch, nur ist sowas relativ teuer. Der schwere Mantel kam glaube ich etwas \u00fcber 440, der andere bei 230 Euro. W\u00e4re ja lustig gewesen &#8230; aber was nicht war, war halt nicht. Ich \u00e4rgerte mich sehr damals, da\u00df ich nicht die M\u00f6glichkeit zum schreiben hatte, denn die Geschichte w\u00e4re bestimmt angekommen. Ob ich die wohl doch noch geschrieben habe? Abwarten &#8230;<\/p>\n<p>Das Praktikum ging dann auch (leider zu fr\u00fch) zu Ende, denn Aufgrund der Wirtschaftskrise wurde ich schon nach bereits 3 Monaten wieder nach Hause geschickt. Danach musste ich umgehend einen 1\u20ac-Job machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><a title=\"Externer Link, neues Fenster\/Tab; Wegweiser zu Boutique\" href=\"http:\/\/www.boutique-bizarre.de\/\" target=\"_blank\">Boutique<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, das Jahr fing schon mal gar nicht so schlecht an. Ich hatte gleich Mitte Januar, seit lange Zeit, mal wieder ein Vorstellungsgespr\u00e4ch und konnte das fast gar nicht glauben. Aber es war so. 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