Arbeitslos – Jahr 2008 – Jahresbestleistung und zu sich selber finden …

Hallo,
das Jahr fing schon mal gar nicht so schlecht an. Ich hatte gleich Mitte Januar, seit lange Zeit, mal wieder ein Vorstellungsgespräch und konnte das fast gar nicht glauben. Aber es war so. Dort bekam ich auch einige Tipps für meinen Lebenslauf, die ich auch dann wieder zu hause umsetzte. Und irgendwie muß das der springende Punkt gewesen sein. Denn wie durch ein Wunder hatte ich ganz plötzlich immer und immer wieder Vorstellungsgespräche. Wie aus dem nichts, dabei habe ich nur minimale Veränderungen an meinem Lebenslauf vorgenommen. Es gibt doch noch Wunder auf Erden ….
Ich habe im ersten halben Jahr so viele Vorstellungsgespräche gehabt, wie in all den Jahren zuvor nicht zusammen. Das war vielleicht was, mein lieber Scholli, über 12 Gespräche im ersten halben Jahr. Für den einen klingt das nach nicht so viele Gespräche, aber wenn man jahrelang nur selten mal ein Gesprächstermin hatte, dann ist das schon eine Menge. Und natürlich habe ich mich von meiner besten Seite versucht zu präsentieren, aber leider haben die Entscheider sich dann meistens für einen anderen Bewerber entschieden. Tja, mehr als meine Stärken beim Gespräch auszuspielen kann ich leider nicht machen. Wenn andere noch stärker sind, muß man das dann auch akzeptieren.

Meine neue Vermittlerin Frau Stellter (oder so ähnlich) kam dann auf die glorreiche Idee (Sie behauptete, es müsse etwas getan werden, sonst würde ihr Chef sauer ….) mir wieder einen Ein-Euro-Job geben zu müssen.

Was soll der Blödsinn!
Das war aber deren totaler ernst, mir wieder einmal nur einen Ein-Euro-Job anzubieten. Damit war ich wieder bedient! Nicht schon wieder zurück zu Sprungbrett. Das war ein Albtraum!

Da mußte jetzt dann auch wieder durch, es führte kein Weg daran vorbei. Ich fuhr also zu Berliner Tor, zum zuständigen Amt um mich für einen Ein-Euro-Job zu melden. Wieder gehen mal eben so über 1 Stunde warten ins Land, nur für so ein Blödsinn! Aber man macht ja alles mit, manchmal auch nur, um später in einem Blog darüber zuschreiben 😛
Als ich dann endlich dran kam, sprach ich mit einer sehr netten, höflichen Dame. Ich erzählte ihr, was ich schon alles gemacht habe (auch von meinem vorigen Ein-Euro-Job in Bergedorf bei Sprungbrett) und Sie sagte das ich dann dort auch wieder zurück könnte. Ich nahm das dankend an, da ich keine Lust hatte für so einen schwachsinnigen Job auch noch Bahn fahren zu müssen. Also bekam ich einen Termin zur Informationsveranstaltung bei Sprungbrett. Meine Begeisterung tendierte zum Nullpunkt, aber darüber schrieb ich ja schon genug.
Einige Tage später ging ich also zu dieser Informationsveranstaltung von Sprungbrett und mußte mir wieder einmal anhören, was dass nicht alles für eine schöne, heile Welt die Ein-Euro-Jobs doch sind. Boah, dass ging vielleicht auf die Nerven, dass alles noch einmal zu hören. Aber da MUß ich ja nun mal durch. Wunsch des Amtes! Nach den ganzen Informationen wurden die Teilnehmer auf die jeweiligen Projekte verteilt und ich ging (mal wieder) zu Hr. Müller-Pohl Bei diesem Gespräch wäre mir doch glatt die Hutschnur geplatzt, wenn ich nicht so starke Selbstbeherrschung gehabt hätte und nicht so ein ruhiger Mensch gewesen wäre, dann hätte ich ihm die Meinung gegeigt. Er sagte folgendes:

  • Ich hätte ihm damals zu wenig Biss gehabt,
  • er hätte schon statt nur 4 Programmierer schon 8 beschäftigt
  • Ich wäre ihm nicht qualifiziert genug!

An Hr. Müller-Pohl:
Wer hat denn damals, seine Arbeit nicht gemacht? Wer hat denn keine Vermittlung vorgenommen?
Wer hat denn keine Aufgaben verteilt? Wer hat denn die Hände in den Schoss gelegt und nichts getan?
Zum Glück kann ich mich ja beherrschen. Ich schluckte nur 3 mal, als ich das hörte. Den Rest dachte ich mir, denn ich kannte ja den Hr. M.-P. von früher.

Somit mußte ich mit dieser Absage zurück zum Büro v. Sprungbrett, da die aber für mich nichts wieter hatten schickten die mich nach Hause. Die gaben mir dann einen neuen Termin beim Team Arbeit Hamburg (die sind jetzt für die Verteilung dieser Jobs zuständig) per Telefon durch.

In der zwischen Zeit hatte ich mit kreativem schreiben angefangen, da irgendwas aus mir raus wollte. Das war schon noch bevor mich das Amt zu den Ein-Euro-Job verdonnerte. Es war irgendwie wie eine Art Befreiung, ein los lassen, ein Freiräumen von Lasten. Das Schreiben entspannt mich immer mehr, also schrieb ich auch immer mehr. Zwar noch nicht so Seitenstark das man damit ein Buch hätte füllen können, aber darum gings mir auch zuerst gar nicht. Ich entdeckte meine eigenen Stärken wieder, eine die ich nur einmal bisher genutzt hatte, nämlich damals als ich die 4. Grundschulklasse wiederholte und eine Geschichte schrieb. So ähnlich wie damals fühlte ich mich, als ich das Schreiben angefangen hatte. Frei!!!
Ich fand zu mir selber zurück (und kam auch an) 🙂 .

Doch ersten kommt es anders und zweitens als man denkt. Sie wissen ja, dass ich mich zwischen durch immer weiter bewerbe, dass schrieb ich ja schon. Diese war auch meine Rettung, denn ich wollte den Termin bei der Team Arbeit Hamburg absagen, da entgegnete mir die freundliche Dame am anderen Ende, dass ich einen ganz anderen Termin gehabt hätte!
Da hat doch tatsächlich Sprungbrett bei der Terminvermittlung zwischen mir und den Amt einen (beinahe) schwerwiegenden Fehler gemacht.
Und ich hätte, da ich diesen Termin nicht wahr genommen hätte, jetzt mit einem Besuch zu hause zu rechen. Ich sagte das ich aber den Termin so von Sprungbrett übermittelt bekam und ich mir diesen auch notiert hatte und den Termin vom Amt gar nicht kennen würde. Nichts desto trotz sagte ich ihr warum ich den Termin absagen wollte: Ich hätte ein Praktikum gefunden und bräuchte den Termin nicht mehr. Sie sagte das diese Wunderbar wäre, denn dann könnte Sie den Besuchstermin streichen.
Puuuuh, durchatmen. Man habe ich ein Glück gehabt oder vielmehr ein Praktikumsplatz. Das hatte mich gerettet. (Der Besuch kam dann auch nicht …. Schwein … ähh, ich mein natürlich Praktikumsplatz gehabt 🙂 )

Die Firma hatte ihrem Sitz in der nähe zur Reeperbahn, was mir gefiel, denn ich brauchte nur eine S-Bahn zu nutzen (nämlich die S2 Richtung Altona). Das machte die Sache einfache, denn so hielt sich die Fahrzeit doch sehr in Grenzen. Richtig lustig fand ich es, die Mittagspausen am Hafen oder auf dem Kiez zu verbringen. Sowas kriegt man nicht wieder so schnell. Apropos Mittagspausen: Wenn man Zeit hat kommt man auf die verrücktesten Ideen! Denn ich habe einfach mal mich auf den Kiez in die Boutique Bizarre gewagt um zu schauen, was die so anbieten (ist ja kein kleiner Laden). Was das nicht alles so zu den Thema zu kaufen gibt …
Ich schaute auch mal im Untergeschoss, was es dort die dort so alles anzubieten hatten. Dort befanden sich die ganzen Fetischbekleidungen. Irgendwie echt der Hammer wieviele Kleidungsartikel es hier gegeben hat. Ein paar Wochen zogen ins Land und ich kam zufällig, in meiner Mittagspause, mal wieder an dem Geschäft vorbei. Spontan wie ich halt bin, ging ich einfach mal rein und auch gleich in das Untergeschoss. Ich fragte das freundliche Personal ob ich mal 2 der Latexmäntel anprobieren könnte und ich bekam die Möglichkeit der Anprobe. Bei dem größeren, schwereren Mantel fiel mir gleich auch eine Geschichte zu ein (ach ja, der passte wunderbar … 🙂 ). Die Krux ist nur so wenig Zeit zu haben zum schreiben um die Geschichte wieder zu geben. Schade 🙁 🙁 🙁 …
Der andere Mantel passte mir auch, nur ist sowas relativ teuer. Der schwere Mantel kam glaube ich etwas über 440, der andere bei 230 Euro. Wäre ja lustig gewesen … aber was nicht war, war halt nicht. Ich ärgerte mich sehr damals, daß ich nicht die Möglichkeit zum schreiben hatte, denn die Geschichte wäre bestimmt angekommen. Ob ich die wohl doch noch geschrieben habe? Abwarten …

Das Praktikum ging dann auch (leider zu früh) zu Ende, denn Aufgrund der Wirtschaftskrise wurde ich schon nach bereits 3 Monaten wieder nach Hause geschickt. Danach musste ich umgehend einen 1€-Job machen müssen.

Boutique

Arbeitslos – Jahr 2002 – Vertane Chance

Hallo,

es hat alles mit dem Insolvenzverfahren bei der Stadtmagazin.com GmbH angefangen. Dort war ich als Bürokaufmann angestellt, habe aber die Tätigkeit eines Web-Producers ausgeführt.
Ich war damals 25 Jahre alt, als ich das Verfahren mit machen mußte. Schon damals hatte ich mir immer wieder gedacht:“Bloß nicht jetzt Arbeitslos werden, das wird ganz schwierig zurück …“
Aber es kam wie es kommen mußte.
Uns wurde allen zum 30.04.2002 die Kündigung ausgesprochen. Der Beginn einer langen Arbeitslosigkeit (das konnte aber keiner vorher wissen, was ich aber befürchtet hatte).
Ich habe mich dann rechtzeitig zum 01.05. bzw. 02.05.2002 Arbeitslos gemeldet. Und dann noch das Theater mit dem Insolvenzgeld. Ein Glück das ich ein wenig Geld angespart hatte, denn so konnte ich die Zeit, wo ich so gar kein Geld vom Amt bekam, gut überbrücken. Aber das angesparte Geld ging dann doch schneller weg als ich dachte, doch ich konnte die Zeit damit überbrücken.
Zwischen zeitlich habe ich dann auch mit bewerben angefangen. Das war so im Sommer 2002, aber das Jahr stand noch im Einfluß vom 11.Sept.2001. Da war fast nix möglich mit bewerben. Aber ich habe es versucht, doch es führte keine Bewerbung zum Erfolg.
Als anständig erzogener Mensch habe ich dann das Amt auf meine Defizite schon früh aufmerksam gemacht.
Ich habe von Anfang an gesagt das mir für den Beruf des Web-Entwicklers o. Frontend-Entwicklers (oder wie auch immer) noch Kenntnisse fehlen. Es schien nur keinen irgendwie zu interessieren was sich sage.
Als ich dann endlich mal eine Termin bei meiner „Vermittlerin“ Frau Bellter bekam, gab sie mir ein Kursus zum Bewerbungsmanagement von der ISH und sagte:
“ Die haben Kontakte zur Wirtschaft das wird ihnen Helfen. Gehen sie mal dorthin und melden sich an.“
Damals habe ich noch ein wenig gezögert, denn es war ja nicht das was ich wollte bzw. ich war der Meinung das die vom Bewerbungsmanagement mir wirklich nicht helfen könnten. Ich bin aber erstmal dort nicht hingegangen.

Dann war es wieder einmal dieser Tage wo ich mal wieder beim Amt eine Nummer ziehen und lange warten mußte (wie immer damals). Ich hab dann ein Plakat gelesen wo es um eine Messe ging auf der sich Weiterbildungsanbieter vorstellen. Ich fragte meine „Vermittlerin“ ob ich dort hingehen könnte und sie bejahte (was blieb ihr auch anders übrig). Und nun zur Messe:
Es war eine Messe ausgerichtet vom Arbeitsamt Hamburg und fand damals im „Musem der Arbeit Hamburg“ in Barmbek statt. Ich ging also auf die Messe und schlenderte so von einem Stand zum nächsten. An dem einem Stand wurde ich von einem Typen angesprochen ob ich etwas bestimmtes suchen würde. Ich entgegnete das ich eine Kursus suchen würde, der mir im Bereich Web-Entwicklung weiterhelfen solle. Er sagte das an bei diesem Anbieter einen solchen Kursus gerade absolviert. Der Kursus hieß:
„Online-Producer“ und der Anbieter war die AWGD (Akademie Werbung Grafik Druck). Ich kam so in ein Gespräch mit ihm. Er kam aus Eimsbüttel und würde den Kurs schon seit ca. 6 o. 7 Monaten machen. Ich fragte ihn auch ob er Schwierigkeiten gehabt hätte den Kursus bewilligt zu bekommen und er verneinte. Bei ihm hätte das ohne große Probleme geklappt. Dann gab er mir noch eine Kursbeschreibung und sagte das ich es bei meinem Amt auch mal versuchen sollte. Schließlich hat es bei ihm ja auch geklappt. Wir haben uns lange über den Kursus und das drumherum unterhalten. Z. B. darüber das die Dozenten aus der Branche kamen und man dadurch wunderbar Kontakt zu Firmen hat knüpfen können und auch darüber das man einen kleinen Test absolvieren muß und das es ein Vorstellungsgespräch gibt.
Ich verabschiedete mich und ging weiter auf der Messe herum und sammelte noch diese oder jene Kursbeschreibung ein. Aber ich war mir sicher das der Kursus der AWGD mir helfen würde. (Sicher darf man sich als Arbeitsloser nie sein, warum lesen Sie jetzt …)

Ich bin dann mit der Kursbeschreibung zu meiner „Vermittlerin“ Frau Bellter gegangen. Aber vorher mußte man früher immer eine Nummer ziehen und fast eine Stunde warten bis diese dann angezeigt wurde. Auch wenn nur wenige vor ihnen waren (so 7 bis 10 Nummern), dauerte es genau so lange (manchmal über eine Std.). Und dann dauerte es nicht mehr lang und ich saß bei Frau Bellter im Zimmer. Sie fragte mich zuerst ob ich mich schon dort angemeldet hätte bei dem was sie mir gab und verneinte. Ich trug Ihr mein Anliegen vor und sagte das mir das mehr Helfen würde schneller wieder in Arbeit zu kommen, da ich ja dann Kontakte knüpfen könnte und gab ihr die Beschreibung zum durchlesen. Sie sagte, daß für Weiterbildung ein Herr Wiese zuständig sei und sie ihn erstmal fragen müßte. Daraufhin verließ sie ihr Zimmer und ging zu seinem schräg gegenüber. Dann bat sich mich bitte rüber zu kommen Herr W. würde mit mir das weitere Gespräch über das Thema Weiterbildung führen. Er fing damit an das ich ja wüsste das der Staat ja kein Geld hat und es sehr wenig Weiterbildung nun geben würde. Was aber dann im Verlaufe des Gesprächs kam war ein Knaller (zumindest für mich). Er sagte auch:

  • Bringen Sie es sich selber bei
  • Kaufen Sie sich Bücher über das Thema
  • Gehen Sie zur Volkshochschule

oder so ähnlich.

Mir fiel meine Klappe in den Keller …. Mit sowas habe ich wirklich nicht gerechnet. Solch doofe Ausreden hat doch ein Staat wirklich nicht nötig, aber es war tatsächlich so.

Herr Wiese sagte dann das ich mich schnellst möglich bei der ISH anmelden solle, sonst würde es Konsequenzen für mich geben. Ich bedankte mich für das Gespräch und verließ sein Zimmer und das Amt ….

Wieder zu Hause mußte ich mich erstmal setzten und das verdauen was ich da zu hören bekam. Einige Zeit später mußte ich nochmals zu meiner „Beraterin“ Frau Bellter zum Amt fahren (Einladung). Dort versuchte ich erneut den anderen Kurs zu bekommen. Aber es war zwecklos. Sie fragte energisch nach warum ich mich immer noch nicht bei der ISH angemeldet hätte. Wiederum betonte ich das der andere Kurs effizienter wäre und mich schneller in Arbeit bringen würde. Auch diesmal hörte sie nicht auf mich und sagte das ich mich schleunigst dort anmelden sollte. Mir blieb nicht anderes übrig als widerwillig zu zustimmen. Ich habe mich dann kurze Zeit später bei der ISH gemeldet und mich nach einem Vorstellungsgespräch dort angemeldet (was blieb mir auch anderes übrig). Da es aber für 2002 kein Termin mehr gab, kam ich in einen Kurs gleich Anfang 2003.

Im Sommer des Jahres erhielt ich einen Anruf. Es meldete sich eine weibliche Stimme die sagte:

Arbeitsamt Hamburg, schönen guten Tag. Ich habe hier eine Stelle für Sie ….

(Ich erfuhr nicht wer am anderen Ende war, noch welches Amt aus Hamburg das war) Wie dem auch sei.
Sie gab mir eine Telefonnummer und sagte ich solle mich dort mal melden, es sei in meiner Nähe und es würde zur meiner Ausbildung (Bürokaufmann) passen.
Na gut, dachte ich. Dann werde ich mich dort mal melden. Ich rief dort an und es begann ein Gespräch welches ich so schnell nicht vergessen werde. Denn im Verlaufe des Gesprächs, wo ich einige wichtige Fragen stellte (z. B. Berufserfahrung und Einarbeitung usw.) bekam ich merkwürdige Antworten. Man bräuchte keine Berufserfahrung, aber eine Einarbeitung würde es nicht geben, bekam ich als Antworten auf meine Fragen zu hören. Da mir das zu Suspekt war drehte ich das Gespräch so hin, daß wir uns in beiderseitigem einvernehmen daraufhin einigten das beide Seite nicht zu einander passen würden. Dann war auch schon das Gespräch nach mehr als 10 Minuten beendet.

In den Gesprächen mit meiner „Vermittlerin“ Frau Bellter ging es sehr häufig auch um Zeitarbeitsfirmen. Sie sagte immer wieder das ich mich bei den melden sollte. Ich habe dann auch 3 Stück im meinem Bezirk abgeklappert. Bei 2 bekam ich innerhalb von 4 Wochen meine Unterlagen wieder und bei der 3. hatte ich zwar ein Gesprächstermin. Aber das diente nur für die Aufnahme in deren Akten. Auch dort bekam ich später meine Unterlagen wieder. Keiner hatte damals etwas aus meinem Bereich für mich. Und wieder aus dem Bereich, wenn man keine Ahnung hat ….:
Meine „Vermittlerin“ sagte dann einmal in einem der Gespräche: „Die Zeitarbeitsfirmen haben die dieser Stadt noch weitere Filialen und nicht nur in diesem Bezirk.“ Zu dieser Aussage dachte ich mir mein Teil.
(Anmerkung von mir: Ja hält die mich und die Zeitarbeitsfirmen für völlig verblödet. Meint die nicht, das die Firmen in ihre Datenbank die ganze Stadt durchschauen. Die „Vermittlerin“ hat auch keine Ahnung von Netzwerken und Datenbanken. Ob die wohl noch an den Weihnachtsmann glaubt …?) So viel zu den Vermittlungsversuch(en) vom Arbeitsamt.

Es gibt aber auch ansatzweise Positives. Denn in diesem Jahr hatte ich auch mein letztes Vorstellungsgespräch. Da ich mich ja querfeldein bewarb, kam es auch zu einer Bewerbung in der City-Nord. Bei der einen Firma bekam ich auch ein Vorstellungsgespräch, welches ich wohl mein Leben lang nicht vergessen werde. Am 09.08.2002 ging ich also zu besagten Firma um mich Vorzustellen. (Entschuldigt wenn ich das ganze jetzt etwas flapsig erzähle aber lest selbst) Ich saß 2 Frauen gegenüber die mich halt so über mein bisheriges Berufsleben befragten. Zu beginn des Gesprächs fing die eine an: „Ihre Noten sind ja nicht die besten (???). Erklären Sie doch mal wie es die Noten zustande kamen?“ Ich entgegnete: „Wie jetzt? Ähm, soll ich mich jetzt für die Noten rechtfertigen? Wo soll ich anfangen, etwa bei der Handelsschule?“ Sie antwortete: „Ja, fangen Sie mal damit an!“
Ich mußte mich also für a l l e Noten rechtfertigen und über mein bis dato abgelaufenes Arbeitsleben Rechenschaft ablegen!
Im Laufe der Rechenschaft, oh Pardon ich meine, im Laufe des Gespräches habe ich das ganze immer weniger ernst genommen und habe mich auch „verschlossen“ (von der Körpersprache her). Ich war richtig froh da wieder raus zu sein und dort nicht arbeiten zu müssen.

Weiter geht es im Jahr 2003.

Links:
Museum der Arbeit Hamburg: Link
ISH Bildungs- und Beratungs-Gesellschaft mbH: Link
Akademie Werbung Grafik Druck: Link