Ein kleiner Rückblick

Hallo,

hier ein kleiner Rückblick ins Jahr 2012.

Was war passiert:

Erst wurde ich Ende Januar gezwungen mich nur noch Bürokaufmann / Buchhalter zu bewerben, dann mußte ich auch noch eine Schulung in der Buchhaltung machen, obwohl ich noch nie in der Buchhaltung gearbeitet hatte und dort überhaupt nichts vorzuweisen hatte. Ob das alles so tatsächlich Grundgesetz tauglich war, lasse ich später mal ein Gericht überprüfen. Obwohl ich mich in einer Grundgesetzfeindlichen Sanktion befand, machte ich das Theater mit, wusste aber schon vor Beginn das es mir rein gar nicht bringen und ich damit nichts erreichen würde. Was dann auch so war. Meine Zwangsbewerbungen liefen, obwohl ganz normal und seriös geschrieben, alle ins Leere, es hagelte die Absagen nur so runter.
In der 5-monatigen „Weiterbildung“ war es recht lustig, ich lernte nette Menschen kennen. Um Bildung ging es in der Zeit nicht, denn in der kurzen Zeit kann man keine Bildung vermitteln. Danach wurde es ein wenig turbolent. Meine Vermittlerin wollte nach dem Kurs, daß ich einen Word und Excelkurs noch mache, da ihr (der Vermittlerin) die Note aus dem Buchhaltungskurs in Word und Excel nicht gefiel (sie hatte mir da schon mal etwas rausgesucht………), weil ich ja mal (angeblich) angegeben hätte ich wäre da ein Experte (stimmt aber nicht). Allein schon, daß man gewisse Noten mitbringen MUß, finde ich mehr als dreist. Jedenfalls gab es ein Streitgespräch in dem ich dann meine Sachen schnappte und einfach so ging. Meine Unterlagen bezüglich einer Weiterbildung in meinem Beruf schenkte die Vermittlerin keine Aufmerksamkeit.

Später durfte ich mich wieder ganz normal bewerben (ach ne, geht ja doch). Die Zwangsbewerbungen sind zwar echt blöde, aber geht ja nicht anders.

Das war, in aller kürze und schnelle, das Jahr 2012. Möge das nächste dann doch bitte besser werden.

Was so passiert ist (im letzten halben Jahr….)

Hallo,

jetzt ist endlich der für mich schwachsinnige Kurs Thema „Fachkraft für Finanz- und Lohnbuchhaltung“ seit dem 14.09. vorbei!!!!!!!!

Die letzten 5 Monate haben Spaß gemacht, waren aber auch so ziemlich das blödeste was man machen konnte. Ehrlich, daß war nur ein Crashkurs in dem wir nur die Oberfläche gezeigt bekommen hatten. Aber ich fange wohl mal von vorne an:

Wie ich schon schrieb, bin ich ja vom Teamleiter und meiner Vermittlerin der ARGE zu einem Kurs und ausschließliches bewerben in der Buchhaltung Ende Januar per Eingliederungsvereinbarung genötigt worden (ALLE Alternativen wurden verboten bzw. darf ich nur in meiner Freizeit machen). Jetzt wo der Kurs vorbei ist möchte ich Ihnen schreiben, was so passiert ist und ich erfahren habe.
Der Kurs begann am 16.04.2012 mit dem Thema Word und Excel. Klingt von Namen her ja schon ordentlich, aber nicht zu den damaligen Zeitpunkt. Denn uns wurde nur die Oberfläche der beiden Programme gezeigt, es gab nicht tiefengründiges wie z. B. wie setzte ich in Word Tabs, die Formatierung eines Briefes in Word, keinerlei Formeln in Excel, sondern man zeigte uns nur wie man das Programm zu bedienen hat. Nichts weiter. Was bringt es einem ob man nun über das Kontextmenü geht oder weiß das es eine Menüleiste gibt? Das fragt einem im Leben keiner mehr….. Das schlimme war aber das wir nur auf die Klausur vorbereitet wurden, tiefgreifendes kam nicht zur Geltung.
Die Klausur dort war echt der Brüller, wie durften keinerlei Unterlagen benutzen, also so richtig fern ab der Realität und schon mal nichts Praxis taugliches. Zur Allgemeinen Information noch eines vorne weg; die Themen liefen immer 14 Tage an deren Ende immer eine Klausur geschrieben wurde.
Danach machten wir die Grundlagen der Buchhaltung durch, mit einem sehr sehr guten Dozenten Herrn. Sch., welcher uns auch an seinen Praxiskenntnissen teilhaben ließ. Die Klausur hatte ich verbockt, weil ich mit dem Themen einfach nicht mehr klar kam.

Der Monat Mai war der schlimmste von allen, der hätte beinahe einigen den Rest gegeben. Bei diesem Anbieter war es so, daß bei Feiertagen bis 17.15 Uhr unterrichtet wurde, da die „fehlende“ Zeit ja wieder eingeholt werden musste………….. Sonst war der Unterricht immer bis 16:15 Uhr. Man hätte das auch am Ende des Kursus dran hängen können, aber dafür hätte man auch nachdenken müssen.

Dann lernten wie die Kosten- und Leitungsrechnung. Sollten wir lernen. Es gab da nämlich ein kleines Problem, was am Anfang entstanden ist und sich hier wirklich gerächt hat. Der Dozent zeigte uns über dem Beamer einige Tabellen und deren Ergebnis. Wie fragten dann ganz erstaunt wie er denn das alles so gemacht hätte, schließlich konnten wie dem nicht Schlussfolgern…….. Da musste dann der Dozent der eigentlich für Kosten- und Leistungsrechnung da war uns erstmal in Excel die Formeln (verknüpfende Formeln zwischen 2 Tabellen, tiefgehende Formeln) bei bringen. Das hat uns natürlich viel Zeit gekostet, aber es musste sein sonst hätten wie keine Kosten- und Leistungsrechnung machen können. Der Dozent übrigens war bedient, nachdem er das mit bekommen hatte und sich darum auch noch kümmern musste. Weil das auch nicht mein Thema war, hatte ich auch diese Klausur vermasselt.

Danach ging es los mit SAP und nennen Dozenten ohne E (Insiderwitz). Dort lernten wir dann nur die Oberfläche von SAP und wurden stark auf das Zertifikat getrimmt. Aber so etwas von. Das Zertifikat hatte ich bestanden, aber es sagt nur aus das die Oberfläche beherrscht wird, nicht das Programm selbst. Wir haben nie mit SAP gebucht, so was war gar nicht vorgesehen. Es ist zwar aus dem Kontext gerissen aber wenn man sich den Spruch an hören muß: „Das werden Sie draußen in einer Firma so wieso nicht machen“, dann finde ich das schon ein starkes Stück (es ging glaube ich um das Buchen mit SAP, bin mir aber nicht sicher). In den SAP Unterlagen stand unter anderem; “Diese Handbuch ergänzt die Präsentation des Schulungsreferenten und dient als Nachschlagewerk. Es ist nicht zum Selbststudium geeignet.” Des weiteren stammen die Unterlagen aus dem Jahr 2009. Damit sollten wir lernen……. Die Theorie in Kreditoren-, Debitoren-, Hauptbuchhaltung und den Grundlagen der Lohn- und Gehaltsabrechnung waren auch sehr schwierig für mich. Beides habe ich jeweils nur sehr knapp bestanden.

Endlich, endlich endlich, nach knapp 2 Monaten kamen wir zum Buchen, beim Thema Finanzbuchhaltung mit Lexware. Leider ist Lexware kein geeignetes Programm um größere Buchung zu machen und wir hatten auch so das eine oder andere Problem. Das Buch welches wir für den Unterricht bekamen reichte bei dieser Gruppe gerade mal für 3 Tage (eigentlich soll es für 9 halten). Danach musste sich der Dozent Hr M. etwas einfallen lassen, was er auch tat. Da es endlich an die praktische Arbeit ging wurden auch meine Klausuren etwas besser. Genau so auch in Finanzbuchhaltung mit DATEV. Da konnten wir zwar etwas mehr Buchungen machen, aber wirklich tief in die Praxis ging das auch nicht.

Zu guter Letzt machten wir, jeweils 2 Wochen für ein Programm, Lexware und DATEV Lohn- und Gehaltsabrechnung. Das Aufwendigste und nervigste bei beiden Programmen war immer wieder das einrichten von neuen Firmen. Damit sind wir echt ausgebremst worden und kamen nicht sehr weit in der Materie. Die Bücher bekamen wir durch, daß war nicht das Problem. Nur hatten viele Teilnehmer das Gefühl nicht viel gelernt zu haben, so wie ich auch. Mir fiel noch etwas ein; bei Lexware sagte uns der Dozent Hr. M. das dieses Programm nicht viele Mitarbeiter im Lohn und Gehaltsbereich verarbeiten könnte, aber gezeigt hatte er uns das nicht. Wie hatten uns da auf das Wort vom Dozenten verlassen. Vielleicht ein Fehler……..

Das wirklich nervige an Lexware und DATEV war, daß wir immer wieder neue Firmen im Programm angelegt hatten, welches sehr Zeitaufwendig und sehr sehr nervig war. Das galt für die Finanz- als auch für die Lohnbuchhaltung. So konnten wir immer nur ein wenig mit dem Programmen üben, aber kamen nicht wirklich von der Stelle bzw. vieles an Themen blieb einfach auf der Strecke (z. B. Korrekturbuchung, Ausscheiden eines Mitarbeiters usw.) liegen.

Fazit:
Die häufigen Raumwechsel waren so was von beschissen, so was nervte wirklich und hätte nicht sein müssen. Auch das einige „normale“ (z. B. Amazon, ebay, facebook, bild.de) Internetseiten blockiert waren, war echt zum kotzen. In Word und Excel haben wird nicht das gelernt, was wir hätten gebrauchen können (z. B. Formeln in Excel, verknüpfende Formeln zwischen 2 Tabellen usw.). Auch das es vom Staat vorgeschrieben ist, in welchem Rahmen die Klausuren aus zufallen haben (Notenvorgabe), hat einige doch sehe auf die Palme gebracht, insbesondere die welche ein paar Punkte abgezogen bekamen. Das MUß man sich mal vorstellen, da bekommt der Dozent (Hr. M. in unserem Fall) einen Anschiss, weil einmal die Teilnehmer etwas verstanden hatten und die Klausur von Notendurschnitt her besser als diese hätte sein sollen. Hoffentlich bekam er für die letzte Klausur keinen Anschiss, denn die war von der „Notenvorgabe“ doch sehr böse (4 Teilnehmer hatten 100 Punkte, 6 oder 7 über 90 Punkte und der Rest über 80 Punkte (v. 20 Teilnehmern)) ……
Am Ende stellten einige Teilnehmer fest, daß das gelernte für den Arbeitsmarkt nicht ausreichend war. Es fehlten doch noch so einige Themen die man einfach nicht gemacht hat, obwohl dafür Zeit gewesen wäre. Vielen Teilnehmern war schon vor dem Ende klar, daß es nur ein Kurs war um Sie aus der Arbeitslosenstatistik zu nehmen und das es nicht um wirklich, richtige, echte Bildung ging.
Außer Spesen nichts gewesen!

Warum ich das alles so ausführlich geschrieben habe?

Nun, meine Vermittlerin meint zu wissen, daß ich jetzt alles das was ein Namen hat auch beherrsche. Sie will einfach nicht begreifen das viele Themen nur oberflächlich behandelt worden und es kaum bzw. meistens gar keinen Praxisbezug gab. Außerdem weigert sie sich beim Anbieter zu informieren, was genau im Unterricht vermittelt wurde. Sie würde jetzt von mir verlangen das ich mich nur noch auf Stellen bewerbe wo all das vorkommt, ohne das es wirklich vermittelt wurde und man es beherrschen würde. Diese Vermittler üben eine Faschismus auf Arbeitssuchende aus, da hätte das 3. Reich seine wahre Freunde dran.

Respekt zollen

Hallo,

ja ich gebe es zu. Lange hatte ich schon nichts mehr geschrieben, was an einer Nötigung zur einer Weiterbildung in der Fachrichtung Buchhaltung lag. Um genauer zu sagen es ging um „Fachkraft für Finanz- und Lohnbuchhaltung“ (Dauer: 5 Monate). Aber nun werde ich wieder mehr schreiben 😈

Worum es mir hier geht?
Ich möchte den Teilnehmern meinen Respekt zollen und danke sagen. Danke dafür, daß es ein echt Leistungsstarker Kurs wahr. So was hatte ich noch nie erlebt und wenn ich ehrlich sein soll, wird es einen solch starken Kurs auch nicht wieder geben. Verlasst euch nicht darauf das es bei der nächsten Fort-/Weiterbildung wieder einen ähnlich starken Kurs geben würde. Nein, denkt noch nicht einmal daran, sonst kämen euch die großen Tränen 😥
Wenn man z. B. beim Thema Lexware Lohn und Gehalt das Buch in 3 Tagen durch hat, obwohl es für 9 Tage ausgelegt wahr, dann spricht es für die Leistung der Teilnehmer. So war es zwar auch mal sehr langweilig zwischen durch, aber trotzdem hat es auch Spaß gemacht und es war doch auch sehr unterhaltsam 😆 .

Aber ich bin auch froh des es (endlich) vorbei ist. Wobei……. irgendwie war es doch schon lustig so ab und an…….

Arbeitslos – Jahr 2004 – SAP und Hartz 4: Im Sande verlaufen …

Hallo,

ich mußte ein Kursus absolvieren der mir SAP bei bringen sollte. Somit ging ich 4 Wochen lang zur Rackow Schule. Dort absolvierte ich das ganze SAP-Programm plus noch ein paar weitere Kurse. Unter anderem auch ein Kurs in Dreamweaver, aber der brachte mir nichts, wie alles dort. So saß ich dann vor einem Lernprogramm das mir, entweder über Kopfhörer sprachlich oder per Text SAP beibringen sollte. Aber jeder der anderen Arbeitslosen dort sagte das er das Lernprog. nicht verstanden hätte. Somit war ich nicht der einzige…. Gelernt habe ich von SAP nichts, auch wenn ich mich noch so stark bemüht hatte. Denn 2 große Fehler hatte das:

  • Man konnte nur Eingaben nach Vorlage machen
  • Es gab niemanden beim Anbieter den man hätte zu SAP Fragen können

Somit verlief der Kurs im Sand. Eine einzige Sache habe ich dort gelernt und das war etwas über die Körpersprache. Das war aber auch faszinierend zu lernen wie der Körper zu anderen spricht.
Die Vermittlungsversuche bei denen waren ein Witz (zumindest bei mir). So große Kontakte zur Wirtschaft wie mir versprochen wurde konnte ich nicht feststellen. Ich habe dort eine Mappe abgegeben, (und glaube ich bis heute nicht wieder bekommen) aber bekam nie einen Vorschlag zum bewerben, auch nicht später im Laufe des Jahres. Wahrscheinlich hatten die auch keine Kontakte für meinen Bereich (Webprogrammierung).

Im Juni 2004 wollte ich in Urlaub fahren. Aber auch diesmal gab es Probleme. Ich wollte also beim Amt Urlaub beantragen. Dort im Vorzimmer sagte man mir das das nicht gehen würde. Ich sei ja erst seit kurzem arbeitslos. Ich fragte nach (auf einmal kam ich mir vor wie im falschen Film) wie das sein könnte. Ja sagte die Dame, aufgrund des Kurses den sie absolvierten hat sich ihre Arbeitslosigkeit aufgehoben (da war ich sprachlos, denn das hatte mir niemand vorher gesagt). Da ich aber schon alle Planungen für den Urlaub abgeschlossen hatte, nahm ich die Sperre in kauf und ging (ein wenig wütend, frustrierend) in Urlaub.
In diesem Jahr versuchte ich es nicht den Web-Programmierungskurs zu bekommen, da nicht feststand ob dieser überhaupt stattfinden würde. Wie ging es weiter:
Ich hatte mich das ganze Jahr über beworben, aber keinen Erfolg gehabt. Zum teil lag das auch an mir, denn ich habe mich auf Stellen beworben für die ich keine Qualifikation hatte. Das mußte aber sein, denn die Liste vom Amt mußte ja voll werden. Nicht ein einziges Vorstellungsgespräch bekam ich. Und keinerlei Versuche des Amtes zur Vermittlung.
Was gab es sonst noch:
Ich bekam den Antrag für Hartz 4. Super, dachte ich. So füllte ich diesen Antrag aus und brachte diesen zu meinem Amt. Und wieder hieß es schlange stehen. Nach fast einer Stunde konnte ich schließlich bei einem Typen meinen Antrag abgeben. Er schaute die Papiere durch und sagte das ich noch ein paar weitere Papiere als Kopie dazufügen sollte. Er gab mir den Antrag wieder und ich machte mich auf den Weg nach Hause und kopierte ihm dort die Zettel. Wieder beim Amt mußte ich wieder schlange stehen, denn vordrängeln ist ja nicht erlaubt (könnt ja jeder kommen). Diesmal kam ich zu einer Frau. Ich gab Ihr meinen Antrag mit den ganzen Kopien, sie schaute kurz durch und sagte das das so in Ordnung sei. Also ging ich wieder nach Haus.
Einige Zeit später bekam ich an einem Tag 2x Post vom Amt. Es waren die Bestätigungen das mein Hartz 4 Antrag bewilligt wurde.

Ich bekam doppelt Hartz 4 bewilligt. Die haben es nicht im Programm gesehen das der Antrag schon bearbeitet wurde. Es ergab ein unterschied von 1 Euro und ein paar zerpflückte.

Also mußte ich wieder zu meinem Amt (habe ja sonst keine anderen Hobbys) mit den beiden Bewilligungen. Die Dame hinter dem Tresen macht sich ein paar Kopien, Notizen und sagte mir das sie sich melden würde.
Nach einer Woche ohne eine Meldung vom Amt, bin ich wieder dort hin. Wieder in der Schlange warten …. Und dann wieder mein Anliegen vortragen. Und wieder machte sich die Frau Kopien, Notizen und sagte das sie sich diesmal wirklich am selben Tag noch melden würde. (Es gab tatsächlich Wunder…) Die Frau rief tatsächlich noch am selben Tag an und sagte mir welcher Antrag der Korrekte sei.

Weiter geht es mit dem Jahr 2005!

Links:
Rackow Schule: Link

Arbeitslos – Jahr 2003 – Ausreden ohne Ende

Hallo,

anfang des Jahres 2003 habe ich dann den Kurs (Movement Online) bei der ISH absolviert. Dort ging es hauptsächlich um das Bewerbungsmanagement. Am Anfang wurde nach Stärken und Schwächen gesucht, dann gab es ein Assessmentcenter und eine Imageberatung bei der es auch eine Individuelle Farbbereatung gab. In dieser Beratung habe ich auch erfahren das ich der Kaltfarbentyp bin. Sehr interessant zu wissen war auch das Charaktereigenschaften (z. B. Temperament) seine eigene Farbe (nämlich Rot) haben. Jetzt weiß ich warum ich zu gewissen Farben greife wenn ich einkaufen gehe. Auch so was habe ich dort gelernt …
Zurück zum Thema. Bei dem Kursus wurden aber auch die Bewerbungsunterlagen durch genommen. So sollte jeder eine Leitspruch für sein Anschreiben einfallen lassen. Ich hatte mir damals 2 Sprüche einfallen lassen:

  • Mit Zuverlässigkeit und Teamgeist zu Ihrem Erfolg!
  • Zuverlässiger, kreativer Teamgeist sucht Büro zum spuken!

Der erste Spruch kam bei Bewerbungen fürs Kaufmännische und der zweite Spruch kam in Bewerbungen für den Kreativen Bereich zur Geltung. Weitere Themen waren u. a. auch wie man eine Lebenslauf für sich am besten aufbaut. Favorisiert wurde der 2-spaltige Lebenslauf. Mit dem hatte ich mich aber schon vorher beworben, so daß es für mich fast nichts neues war. Mir gab man zum Thema Lebenslauf noch ein paar Tips wie ich diesen besser machen kann. Es wurde auch noch über den Aufbau einer Bewerbungsmappe gesprochen, z. B. wo Zertifikate von Weiterbildungsanbietern in der Reihenfolge abgelegt werden sollen. Ich fragte (aus reiner Neugierde) dann nach wie das sich mit Zertifikaten von der Volkshochschule verhält. Mir wurde dann gesagt das ich diese dann am besten gar nicht erst mit dabei packen solle. Denn diese würden von einigen Personalern gar nicht gern sehen, da dort jeder hingehen könnte, und dies zu einer Flut von Zertifikaten führen würde. Und da wollen sich Personaler nicht auch noch extra durchwühlen wenn diese eh schon mehrere Hundert Bewerbungen auf den Tisch haben.
Es gab dann noch eine Individuelle Beratung der Bewerbungsunterlagen und dann ging der Kursus auch schon zu ende,

Was kam danach?
Das große Bewerbungsschreiben begann dann für mich. Mit laufe des Jahres kamen auch mehr Anzeigen zum bewerben. Außerdem habe ich bei einigen Jobbörsen meine Lebenslauf eingetragen und gehofft damit schneller wieder eine Arbeit zu finden. Leider kamen die Bewerbungen zu keinem Erfolg. Wahrscheinlich lag es daran, daß ich mich Querbeet beworben hatte. Also nicht nur für den Kreativenberuf, sondern auch für den kaufmännischen Bereich. Aber da ich ja nicht die große Berufserfahrung und Kenntnisse mitbringe, waren meine Bemühungen ohne Erfolg.
Wieder gab es die Messe im Museum der Arbeit. Und wieder war ich Vorort. Auch war diesmal die AWGD vertreten. Diesmal aber war es etwas anders, denn die Sparmaßnahmen der Ämter zeigt schon jetzt Wirkung. Ich fragte nämlich ob der Kurs wieder stattfinden würde, doch man entgegnete mir das man, aufgrund der Einsparungen bei den Ämtern, nicht wisse ob er stattfinden würde. Aber sie sagten ich solle es ruhig probieren den Kurs zu beantragen. Ich ging dann weiter und man merkte das es nicht mehr so viele Kurse gab wie das Jahr davor.

Aber ich habe nicht aufgegeben nach Weiterbildung beim Amt zu fragen (warum auch, so schnell gebe ich nicht auf).
Also macht man sich nach einer gewissen Zeit wieder auf den Weg zum Amt. Und wieder hieß es warten nach dem Nummern ziehen. Als dann endlich meiner Nummer kam ging es ganz schnell, denn ich durfte gleich zu Frau Bellter in ihr Zimmer (das sind für mich keine Büros). Ich bat sie in diesem Gespräch wieder um den gleichen Weiterbildungskurs wie beim letzten mal. Sie verließ das Zimmer um sich mit Herrn Wiese abzusprechen. Was dann kam werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Sie gab mir folgende Begründungen im Gespräch an:

  • Der Markt sei überfüllt
  • Herr Wiese sagte, der Anbieter würde mich so wieso nicht nehmen

Und was jetzt kommt ist der Mega-Hammer schlecht hin:

  • Schon 15-jährige könnten Webseiten gestalten.

Anmerkung von mir – :
(Das finde ich überhaupt nicht Witzig. Mir fiel leider später zu Hause die Pisa-Studie ein. Die besagt ja, das Teenager nicht richtig Lesen, Schreiben und Rechnen können. Wie will denn einer eine Webseite bauen können. Klar kann er, mit Frontpage von MS geht das sicher, nur sind die Seiten nicht Benutzerfreundlich und nur reiner Datenmüll. Des Weiteren kann ein Teenager nicht mit einem Content-Management-System umgehen. Der kann keine Navigationen über Flash bauen, er kann keine komplizierten Java Scripte schreiben und er kann keine Templates fürs CMS erstellen. Da lachen ja die Hühner…
Es zeigt das sich die Vermittler überhaupt nicht in den Berufen auskennen und sich auch nicht dafür interessieren. Das macht einen wirklich traurig …
Zu den anderen Begründungen:
Es mark sein das es zu den damaligen Zeitpunkt einige (nicht viele) gab die für den Job in Frage kamen. Aber gleich zu behaupten, der Markt sei überfüllt, ist aus meinen Augen schon sehr dumm. Der Markt war zu diesem Zeitpunkt überall voll.
Der Anbieter hatte damals schon einen Eignungstest und ein Vorstellungsgespräch. Ich weiß nicht, ob den beiden vom Amt das bewußt war, aber dann einfach so zu behaupten der Anbieter würde mich nicht nehmen, ist eine Sauerei.) – Anmerkung Ende.

Ich habe auch mit einem Anwalt in diesem Jahr gesprochen. Er behauptete damals das es 4 Jahre dauern würde bis die Klage beim Hamburger Sozialgericht durch sei. Des Weiteren gab er auch dem Amt recht, (und macht sich ein wenig lustig darüber ….) also ließ ich es damals sein vor Gericht zu ziehen.

Mir fiel damals darauf nichts mehr ein, rein gar nichts mehr. Eine Beruf so runter zuziehen war wirklich zu fiel. In dem Moment war ich fast wie gelähmt. Im laufe des Gesprächs gab mir meine „Vermittlerin“ ein Faltblatt von der Rackow-Schule und sagte:

„Die haben Kontakte zur Wirtschaft das wird Ihnen helfen …“

(Irgendwie kommt mir das bekannt vor)
Sie sagte weiter beim Kurs Open Office sollte ich mich anmelden und das komplette SAP-Programm durchnehmen. Des Weiteren machte sie die Papiere schon so weit fertig, das ich mich ganz schnell anmelden konnte. In den Gespräch ging es auch um mein Bewerbungsverfahren. Sie war unzufrieden mit meiner Liste von Bewerbungen, weil ich eine eigene Liste machte und keine vom Amt hatte. In diesem Gespräch drohte Sie mir, ich solle mich als Putze bewerben wenn ich mich nicht öfters bewerben würde (irgendwie so ähnlich war das.). Auf jedenfall bekam ich jetzt eine Liste vom Amt und mußte mich dann jeden Monat min. 10 x bewerben. Ich hab dann die Papiere bekommen und habe dann mich Tage später dort angemeldet (mir blieb ja auch nichts anderes übrig).

Gegen Ende des Jahres habe ich dort ein Platz bekommen. Da der Kurs ins Jahr 2004 ging, geht es dort auch weiter.

Links:
Farbentyp: Link
Rackow-Schule: Link