Helfen…… aber aus der Hölle heraus…..

Hallo,

ich möchte mich hier einem Kritikpunkt stellen; ich würde keine Hilfe annehmen.
Um Ihnen das zu erklären muß ich sehr weit ausholen und zurück gehen. Denn es begann bereits im Jahr 2000…………..

Das Jahr 2000:

Es war der 20.06.2000 (laut Zeugnis) an dem ich das erstmal arbeitslos wurde, weil mich mein Ausbildungsbetrieb nicht übernehmen konnte (zuvor wurden die 3 Azubinnen übernommen). Damals war ich jung, naiv und dachte das Amt wäre dazu da Menschen zu helfen. Ich meldete mich also arbeitslos und fragte auch gleich nach, wie es denn um Weiterbildung stünde, denn ich hatte schon die ersten Anzeigen gelesen, in welchen damals SAP R/3 verlangt wurde. Aber mit SAP hatte mein Betrieb nie gearbeitet und ich hatte es auch nicht in der Berufsschule, dort nur KHK (heute SAGE). Wie dem auch sei, ich war der Meinung die würden mir auch helfen, wie ich eine Bewerbung zuschreiben hätte (mir ein Bewerbungstraining geben). Aber es kam alles anders…… Die „Dame“ vom Amt wies mich schroff mit den Worten: „Sie sind jung, bewerben Sie sich einfach, daß wird schon“, ab. Mir viel die Kinnlade in den Keller. Auch auf meine Frage wie ich das denn ohne die Kenntnisse machen sollte und wie ich eine Bewerbung zu schreiben hätte, kam fast die gleiche Antwort. „Als junger Mensche finden Sie sehr schnell eine Stelle.“, war Frau B. (meine „Vermittlerin“) Antwort. Kaum draußen aus dem Amt, machte ich mir Gedanken wie ich denn eine Bewerbung schreiben könnte und wo ich Informationen her bekommen könnte.
Damals war das Internet noch nicht so schnell und verbreitet wie es heute ist, man mußte sich noch ins Internet „einwählen“ und kostete ein Heiden Geld. Somit stand das Internet als Informationsquelle nur bedingt zur Verfügung. Ich fand heraus das die ZDF-Sendung WISO eine CD herausgebracht hatte, in der es um das Thema Bewerbung ging. Also kaufte ich mir diese und bastelte (und das ist nicht nur ein Spruch) mir eine Bewerbungsmappe irgendwie zusammen. Die war wirklich nicht doll und da waren (aus heutiger Sicht) viele Fehler drin, aber ich hatte eine zusammen bekommen und bewarb mich damit. Aber nicht in Richtung Kaufmann. Da sah ich zuviele Probleme. Sondern ich machte eine „Inventur“, was kann ich, was will ich, wo will ich hin. Damals dachte ich mir das mein Hobby, die Webentwicklung, der richtige Weg sei. Also suchte ich in der Richtung nach Stellenausschreibungen, weil ich dort bessere Möglichkeiten sah und ich hatte recht. Denn ich bekam gleich ein paar Vorstellungsgespräche, das 3. oder 4. Gespräch war dann das erfolgreichste, denn ich konnte mich dort durch setzen. Bei einem Unternehmen der Bertelsmanngruppe.

Die Jahre von 2002 bis 2012

Da sich Bertelsmann aus dem Bereich Internet zurück zog und auch die Amerikaner zu den wir verkauft wurden auch kein Geld mehr für uns hatten, ging die Firma in die Insolvenz. Ich verlor meine erste feste Anstellung, daß tat richtig weh. Ich fühlte mich als ob ich ein ein nicht endendes Loch fallen würde. Niemand war da mit dem ich hätte reden können, meine Eltern hatten ja davon keine Ahnung und meine Freunde ja auch nicht. Das ging ganz krass an die Nieren, ich war häufig am heulen. Die erste Anstellung im Leben gleich so zu verlieren war echt Scheiße……. So ein Insolvenzverfahren im Alter von 25 Jahren schon mit zu machen, wünsche ich niemanden. So sollte nie die erste Anstellung im Leben enden. Der Stelle traue ich heute noch nach. Somit war ich mit dem Thema und dem Verlust alleine auf weiter Flur. Ich ging also zurück zum Amt und meldete mich wieder arbeitslos. Auch zu dem damaligen Zeitpunkt wollte man mir nicht helfen, aber das schrieb ich ja früher schon einmal (siehe Kategorie Arbeitslosigkeit , möchte mich jetzt nur ungern wiederholen). Alles was ich zu hören bekam waren Ausreden, aber hilfe bekam ich keine. Weder von ehemaligen Kollegen, noch von Freunden, erst recht keine Hilfe vom Amt. In der Zeit setzte ich mich hin und versuchte einiges selber, autodidaktisch bei zu bringen. Sehr weit kam ich leider nicht, denn der Austausch mit gleichgesinnten war schwierig. Allerdings bekam ich im Jahr 2002 Hilfe bei der Bewerbungsmappe. Das hatte mir sehr viel geholfen und ich konnte sehr viel damit etwas anfangen (u. a. Farbtypberatung, Anschreiben, die komplette Bewerbungsmappe usw.) Aber auf weitere Hilfe hatte ich vergebens gehofft. Ich habe immer um Hilfe gebeten, habe immer nachgefragt, nur Ausreden wurden mir Seitens des Amtes mitgegeben, mehr nicht.

Hier auf meinem Blog, bekam ich auch selten wirklich hilfreiche Tips. Nur von Lesern, die keine Ahnung von Arbeitslosigkeit hatten und das war selten hilfreich. Dazu kamen immer wieder, daß diese Leser mir keine Antworten auf sehr sehr wichtige Fragen lieferten. Wie z. B.:
Wie soll man sich ohne Eigenkapital bitte selbstständig machen?
Wieso sollte ich mich mit so wenig Berufserfahrung und Kenntnissen selbstständig machen?
Woher sollte das Geld für eine Selbstständigkeit kommen?
Ich habe seit 10 Jahren wirklich nichts mehr in der Tasche. Es wäre schon von der Logik her wichtiger eine Festanstellung zu bekommen anstatt eine Selbstständigkeit anzustreben. Ja, es gibt eine Unterstützung, aber die ist wirklich sehr begrenzt nur zur Verfügung und danach muß man sehen wie man zurecht kommt. Viele Hartz-4-Empfänger haben es nicht in die Selbstständigkeit geschafft, sondern haben im Anschluss des Scheiterns noch horrende Schulden angehäuft. Davor habe ich mächtig viel Angst.
Wo kommt das Geld für eventuelle Geräte (z. B. Kamera) zu einer Selbstständigkeit?
Woher soll das Geld für soooo viele Bücher (zum selber beibringen) bitte kommen?
Mit einem einzigen Buch kann man viele Themen nicht lernen.
Hartz 4 Empfänger haben nicht das Geld um sich Bücher zu kaufen.
Wenn man sonst keine/kaum Unterstützung (Hilfe) in der Weiterbildung vom Amt bekommt, wie soll man dann einen anderen Beruf erreichen?
Wenn das Amt einen immer nur in einem Beruf stecken will, wie kommt man dann in einen ganz anderen Beruf hinein?
Wenn ich den ersten Beruf tatsächlich aufgeben sollte ((Web-Entwickler) welcher auch ein Quereinstieg war), wie würde mich ein anderer Quereinstieg dann ernähren?
Das wäre doch wieder etwas womit man mich alleine lassen würde, zumindest das Gefühl hätte ich.
Aber auf diese Fragen habe ich ja nie Antworten erhalten, sondern wurde mit den Fragen/Problemen alleine gelassen.
Wie soll man da denn Hilfe annehmen, wenn man auf solch wichtigen Fragen keine Antworten bekommt?
Wie soll man Hilfe annehmen, wenn die anderen sich meiner Problematik nicht annehmen wollen?
Warum soll/muß ich immer um Hilfe bitten/betteln (siehe Kategorie Arbeitslosigkeit ) wenn ich so schon keine Hilfe bekam? Das tue ich doch schon seit mehr als 10 Jahren…….. und selbst da, hatte man mich immer alleine gelassen.
Die wichtigste Frage wie immer zum Schluß…..
Wie komme ich (ohne Geld in der Tasche) aus der Hölle raus (bitte keine Klugscheißeranstworten)?
Ja, ich habe das SAP Foundation Level Zertifikat. Aber das reicht heute nicht mehr aus, um eine Stelle zu bekommen. Höchsten um einer Anschlussweiterbildung, welche mehr in die Tiefe des Themas Buchhaltung z. B. geht, zu bekommen. Aber keine Festanstellung. Und ob ich die dann bekomme ist nach dem Spruch des Teamleiters („Schon dieser Kurs ist Luxus“) mehr als fraglich. Und wie erreicht man jetzt etwas, wenn der Anschluss schon im Vorfelde verboten wurde? Wie, bitte?

Gewagt gefragt …

Hallo,

was passiert eigentlich wenn Karstadt geschlossen (abgewickelt) werden sollte, sprich es sich kein Käufer für das komplette Paket finden sollte?

Die Frage kam mir heute früh. Einige Fragen die dazu gehören sind auch folgende:
Wo soll diese Masse von Menschen wieder Arbeit finden?
Wo sollen soooooo viele Arbeitsplätze bitte wieder entstehen?
Es fallen ja dann auch Arbeitsplätze bei Herstellern, Spediteure, Lageristen und deren Zulieferern weg. Wo sollen die denn alle wieder Arbeit finden?
Sollte Karstadt abgewickelt werden müssen, dann wäre es das Ende des Einzelhandels! Meiner Meinung nach.
Wäre es dann nicht wirklich an der Zeit das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen?
Wenn eine solche Masse in Hartz 4 rutschen würde und das wird sie früher oder später, dann müsste eigentlich das Sozialsystem platzen. Denn für so viele Menschen war das System nie angedacht. Und verhindern wird sich das auch nicht können. Sollen die alle wirklich später dann Hartz 4 beziehen?
Oder würde nicht spätestens dann das bedingungslose Grundeinkommen besser Sinn machen? Mir ist klar geworden, daß wir einen Aufschwung bräuchten, wie in den 50er Jahren des letzten Jahrhundert, um den groß Teil wieder in Arbeit zu bringen. Auch ohne eine Abwicklung von Karstadt. Soll das alles denn immer so weiter gehen?

Das sind alles Fragen die zumindest einer mal gestellt haben muß/sollte. Aber noch sind das alles offene Fragen und keine Tatsachen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt. Wir brauchen das bedingungslose Grundeinkommen, da es niemals wieder so viele Arbeitsplätze geben wird und permanent sehr viele Menschen Arbeitslos bleiben. Ich weiß, daß einige meiner Leser hier nicht zu stimmen. Aber es gibt keine andere Alternative. Ein zurück zum alten System ist nicht nur unmöglich, es wäre auch falsch. Denn es würde sich nicht wirklich etwas ändern und der Erfolg würde auch da aus bleiben, auch dort sind sie ja an einen Wirtschaftsaufschwung gebunden. Die Dinge auszusitzen wie unsere Politiker ist nicht wirklich hilfreich.

Abwicklung…

Hallo,

Links zu den Thema:
Artikel von Stern-Online.
Artikel von Spiegel-Online.

daß ist doch grauenvoll!
Wieso geht da wieder ein Traditionsgeschäft pleite? Wo führt das alles noch hin?
Ich fühle mit allen Mitarbeitern, denn ich weiß wie sich eine Insolvenz anfühlt. Damals im Jahr 2002, als ich 25 Jahre alt war, wurde die Stadtmagazin.com GmbH (mein letzter Arbeitgeber) und auch Brinkmann abgewickelt. Bei der GmbH wurden alle entlassen, bei Brinkmann gab es erst den Ausverkauf, dann die Entlassungen. Das war vielleicht ein Besch******* Jahr. Ich wünsche es niemanden eine Insolvenz mit zu machen. Das ist richtig Sch****. Sowas geht nicht nur an die Nerven, sondern an die ganze Substanz. Mit den Nerven zu Fuß sein, ist da noch das geringste übel. Glauben Sie mir das bitte. Alles, aber wirklich alles bei der Stadtmagazin.com GmbH wurde Zwangsversteigert und Monate später bekamen wir die ausstehenden Gehälter. Oh man, das war vielleicht ein Jahr. An dessen Anfang ich noch dachte, daß ich zu Hause aus ziehen könnte, aber dem war ja nicht so. Oder würden Sie, wenn Sie von Arbeitslosigkeit bedroht wären, zu Haue aus ziehen? Die Frage muß jeder für sich selbst beantworten. Ich bin damals lieber zu Hause geblieben, als raus in die Welt zu ziehen und dort arbeitslos zu sein.
Zurück zum Thema;
Wo sollen die Leute denn noch arbeiten?
Wieviele werden in Hartz 4 rutschen?
Rechen Sie doch mal bitte aus, wieviele Menschen da dran hängen (Familien, Kinder usw.)!
Das sind verdammt viele Schicksale…
Wo wird diese Krise noch hin enden?
Wer wird denn am Ende alles übrig bleiben?
Was wird denn noch alles passieren, bis die Krise überwunden ist?
Eine Insolvenz ist das Allerletzte…

Märklin (mal wieder) Insolvenz – Da haben wir die Krux…

Hallo,

nun ist es passiert. Märklin hat Insolvenz angemeldet!
Nur warum?
Das ist nicht so einfach zu beantworten, denn bei allen beteiligten liegt hier die Schuld. Sicher, die LBBW welche den Rettungsschirm der Regierung in Anspruch genommen hat, soll/muß das Geld an Märklin weiter geben. Jetzt kommt das große ABER:
Wenn in einer Firma es weniger Kontinuierlich zu geht (kein Chaos!!!), dann auch noch die Suche nach einem Vorsitzenden ins Stocken gerät, würden Sie dieser Firma Geld geben?
Gleichwohl sollen ja Firmen vor einer Insolvenz geschützt werden, was hier leider nicht der Fall ist. Denn auch Märklin ist Schuld an der Misere. Zu viele, zu teure und zu detaillierte Lokomotiven sind die Schuld von Märklin. Diese können sich nur noch sehr gut betuchte Personen leisten und nicht mehr der normale Verbraucher. Auch ist der Wandel der Zeit und die ganzen PC/Konsolenspiele mit Schuld an der Insolvenz. Die Begründungen lassen sich jetzt hier noch ellenlang vorführen, aber ich will nicht langweilen, sondern wach rütteln. Es gibt ja auch Lösungen für das Problem, und eine davon wäre;

Primex wiederbeleben!

Primex war mal ein Tochterunternehmen von Märklin, welches sich auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen konzentrierte. Sie sollte den Kindern und Jugendlichen ein kostengünstigen Einstieg in die Modelleisenbahnwelt bescheren. Was, wie ich fand, auch damals gelungen ist/war. Genau so was fehlt aber heute. Ich bin der Meinung, dass dann auch einige Kinder/Jugendliche sich eine Modelleisenbahn kaufen würde. Von Primex gab es damals auch Startersets, welche heute einen guten Start in die Modellbahnwelt geben würden.
Zurück zum Hauptthema. Es gibt aber auch noch Hoffnung, noch ist nichts verloren. Denn einige „Experten“ meinen das es möglich sei die Firma zu retten. Allerdings muß sich dafür einiges ändern/tun. Aber das wird die Zeit jetzt zeigen. Abwarten!
Was Märklin jetzt braucht, sind Leute die diese Marke auch leben….
Und einen Inhaber mit „Herzblut“

Eine Idee die mir beim schreiben eben kam; warum nicht auch Primex zu den unten aufgeführten Club hinzu fügen?
Sie würden damit einen sehr großen Bereich abdecken… Nur mal so zum nachdenken…
Kurze Erklärung:
Busch steht für die Gestaltung/Ausstattung (Blumen, Bäume usw.), Faller für das Car System (fahrende Fahrzeuge) als auch für Gebäude, und Viessmann für alles Elektronische (Lampen, bewegliche Figuren, Signale usw.).

Links zu den Themen:
Mikrolaender