Logik vom Jobcenter (Vermittlerin)

Hallo,

booooaaaahhhh, was für ein scheiß Telefonat eben (Dienstagnachmittag 22.10.2013) mit meiner neuen Vermittlerin. Ja, es ist tatsächlich passiert, ich habe eine neue Vermittlerin bekommen. Das ist höchstwahrscheinlich nur meiner Klage geschuldet, ansonsten hätte sich da immer noch nichts geändert. Und die neue Vermittlerin kann auch das Telefon bedienen, denn Sie hat mich heute angerufen!!!!
Das Gespräch war allerdings ein Brüller vor lachen, aber auch wieder einmal ein schwer zu führendes Gespräch. Oder haben Sie schon mal mit einer Wand geredet? Grund des Anrufes waren meiner Bewerbungen in der Buchhaltung und als Web-Entwickler. Sie konnte nicht verstehen warum ich mich in beiden Berufen bewerbe, schließlich würde ich als Bürohelfer, Bürogehilfe usw. in deren Bearbeitungsmaske drin stehen. Ich erklärte ihr das es sich dabei um eine Absprache mit der „letzten“ Vermittlerin handelte und ich mich daran einfach nur gehalten hatte. Das Gespräch drehte sich darum das diese Vermittlerin sich erstmal vorstellen wollte und nachfragte ob sie mich weiter in den Bereich der Gehilfen vermitteln kann. Den schließlich habe ich ja die Ausbildung (da hätte ich beinahe lautstark angefangen zu lachen, als ob die noch zählen würde). Ich versuchte ihr wieder einmal zu erklären das sich NIEMAND da draussen für meine Ausbildung interessiere und mich die anderen Personalverantwortlichen immer wieder auf den Web-Entwickler ansprachen oder nur deshalb anriefen.
Das wollte die Vermittlerin nicht glauben. Sie sagte ich sei ja schon sooo lange raus aus dem Beruf und hätte keine Chance dort rein zu kommen (ach aber im kaufm. wollen die mich also mit Kusshand nehmen, ja? Wie lange liegt die Ausbildung zurück? Aber das interessiert ja nicht…..). Ich widersprach ihr mit dem Hinweis auf meine Klage bezüglich der Weiterbildung und das ich damit höchstwahrscheinlich eine Arbeit bekäme. Ich erklärte Ihr weiter das das aber jetzt in den Händen des Gerichts liegen würde. Sie drängte dann darauf mir eine neue Eingliederungsvereinbarung zu zuschicken und sie fragte ob sie mir in Zukunft Bürohilfeangebote zu schicken könnte. Es war wieder einmal ein schwieriges Gespräch mit einer Vermittlerin, da diese voll auf den weg des Faschismus setzte. Ein kompletter Verstoß gegen Artikel 12 – Grundgesetz. Außerdem vergaß sie den Termin, welchen sie mir erst ein paar Tage zuvor zuschickte. Ich sprach sie darauf an und sie meinte der Termin hätte sich mit dem Telefonat erledigt. Wie kann man nur einen Termin (welcher an dem Donnerstag gewesen wäre) bitte vergessen? Wenn ich so arbeiten würde wie die Damen und Herren im Jobcentern, würde ich verdammt schnell einen Arschtritt aus der Firma bekommen.

Die „Helfertätigkeit“ – Ein Versuch einer Beschreibung
Ein Helfer ist auch mit ein Zuarbeiter. Er erledigt nicht unbedingt die gleiche Arbeit wie die unbefristeten Festangestellten, sondern eher deren ungeliebten Arbeiten und Botengänge. Ferner ist dieser Berufszweig schlechter bezahlt, was daran liegt, daß diese Tätigkeiten meistens von unausgebildeten und unqualifizierten Kräften nachgegangen wird. Es soll diesen Kräften eine kleine Möglichkeit in der Berufswelt darstellen, was aber zuweilen überhaupt nicht zum Erfolg führt. Fast alle müssen mit Hartz IV ihr Minieinkommen aufstocken. Ferner gibt es hierbei auch extremst selten übernahmen in unbefristete Festanstellungen oder ein Angebot zur Ausbildung. So etwas bleibt viel zu häufig (noch) außen vor. Ein Problem dabei ist auch, daß die Jobcenter hochqualifizierte oder ausgebildete Arbeitslose auf solche Stellen schicken, was zur Folge hat das, diese wiederum dann meistens eine Absage bekommen in der steht sie wären für diese Helfertätigkeiten überqualifiziert. Was ja auch dann stimmen mag und aber auch auf mich zutreffen wird. Auch wenn es grotesk klingen mag, aber meine Ausbildung schützt mich davor, denn die läßt mich dadurch überqualifiziert sein.

Fazit
Es zeigte sich in dem Gespräch ganz deutlich, daß auch diese Vermittlerin keinerlei Ahnung vom Arbeitsmarkt, von Anforderungen und Profilen hatte. Die dilettantische Crash-Ausbildungen der Vermittler ist hier ein ganz großes Problem bei eben jener Vermittlung von Arbeitslosen. Auch diese Vermittlerin will wieder meine beiden Zeugnisse aus der Web-Entwicklerwelt ignorieren und den verfassungswidrigen Weg gehen. Des weiteren widerspricht auch diese Vermittlerin sich selbst. Einerseits soll meine Ausbildung plötzlich zu lange her sein um im Büro arbeiten zu können, anderseits soll ich aber als Bürogehilfe arbeiten weil ich ja eine kaufm. Ausbildung hinter mir habe (Ende der Ausbildung war Mitte Juni 2000). Ein kompletter geisteskranker Widerspruch. Diese Logik vom Jobcenter muß man nicht verstehen und bitte auch nicht hinterfragen. Aber so scheinen aller Vermittler des Jobcenters zu sein. Bisher traf ich auf keinen kompetenten Vermittler, der sich mal den Arsch aufgerissen hätte. Alle haben sie lieber gg. Grundgesetze verstoßen und gegensätzlich, also ohne den Arbeitslosen zu Fragen und dessen Wünsche überhaupt mit einzubeziehen, gearbeitet. Es ließ sich auch anhand des Gespräches feststellen, daß die Vermittler der Jobcenter alle samt verzweifelt sind, da es ja für alle Arbeitslosen keine Arbeitsplätze mehr gibt. Sie versuchen auf Gedeih und Verderb mit Missachtung der Grundgesetze die Menschen irgendwo reinzustopfen. Bloß nicht auf die zusammen Arbeit mit den Arbeitslosen setzen und fragen was die arbeiten wollen. Mein Anliegen/Ziel ist es komplett zu 100 % vom Jobcenter los zu kommen, also auch kein Aufstocker zu werden. Das würde die Situation auch nicht verbessern.
Jetzt muß ich erstmal sehen was in den Unterlagen stehen wird und werde dem entsprechend dann handeln. Höchstwahrscheinlich wird es wohl auch dort auf ein Widerspruch hinaus laufen, denn gegen Grundgesetze darf nicht verstoßen werden, daran haben sich alle zu halten. Sonst muß man halt vor Gericht ziehen und die Einhaltung einklagen.

2 thoughts on “Logik vom Jobcenter (Vermittlerin)

  1. Lieber Jörg,

    was Sie da beschreiben klingt verzweifelt.
    Aber auf der anderen Seite lese ich aus Ihren Zeilen auch heraus, dass Sie noch nicht ganz verstanden haben, inwiefern eine Hilfstätigkeit nicht einer Vollzeitstelle entspricht.

    Lassen Sie es mich erläutern:
    Sie haben eine Ausbildung gemacht. Das ist lange her. Da sie seitdem nicht mehr in dem Job gearbeitet haben, werden Sie keine Vollzeitstelle bekommen.
    Da sie aber gewisse Kenntnisse erworben haben, können sie leichte Hilfstätigkeiten in dem Umfeld noch erledigen.
    Deshalb versucht Ihre Vermittlerin Sie in eine solche Hilfsstelle zu bringen.

    Ich kenne Sie nicht, aber da Sie scheinbar schon sehr sehr lange arbeitsuchend sind, gehe ich davon aus, dass Sie *eventuell* für einige Stellen nicht qualifiziert sind.
    Sie sprechen von Zeugnissen aus der Webentwickler-Welt. Haben Sie diese schon einmal analysiert? Zeugnisse sind immer äußerst positiv geschrieben, da kommt es auf die genauen Worte an. Eventuell steht dort auch verklausuliert, dass Sie nicht qualifiziert sind?!

    Und noch ein Satz dazu, dass Sie davon ausgehen, dass Sie keine Helfertätigkeit machen können, weil Sie überqualifiziert sind…versuchen Sie es doch erst einmal, bevor Sie es abtun. Wenn Sie einen guten Job machen, hat der Chef zwei Möglichkeiten: a) melden, dass Sie überqualifiziert sind oder b) Ihnen ein anderes Angebot machen.

    Probieren Sie es aus! Positiv denken!

    Viele Grüße
    Manu

  2. Hallo,

    danke für Ihre Antwort. Es wurden ein paar Sätze hinzugefügt und ich möchte Sie bitten, wenn Sie Lust haben, es neu zu lesen.
    Mein Hauptanliegen/ziel ist es zu 100 % los zu kommen vom Jobcenter. Da diese Hilfsarbeiten äußert schlecht bezahlt werden und man dann Aufstocken müsste (man kann ja davon nicht leben), kommen diese für mich absolut nicht infrage. Des Weiteren gibt es dort keinerlei Übernahmen, denn es sind ja nur Kleinstarbeiten oder Botengänge zu erledigen. Dafür bin ich mir echt zu schade, dafür habe ich keine Ausbildung gemacht. Konnte ich doch damals nicht ahnen, daß man mir später nur so einen Scheiß anbieten will. Dann hätte ich wirklich etwas anders gelernt und nicht den Bürokaufmann, den hätte ich dann sein gelassen.

    Da draußen geht es wesentlich härter zur Sache, als Sie es sich vorstellen können. Die Zeugnisse durfte ich alle selber schreiben, diese sind schon in Ordnung (Note 2), daran dürfte es wirklich nicht liegen. Es liegt eher daran das es nicht mehr für alle Menschen Arbeitsplätze gibt. Das ist ein unbestreitbarer Fakt! Und diese Verzweiflung greift halt sehr stark um sich, insbesondere bei den Jobcentern, weil man dort erst recht nicht weiß was man mit den Arbeitslosen anfangen soll.

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